Holland verweigert Abtreibungsschiff Gesundheitsgenehmigung

Gesundheitsminister Irlands: "´Meer des Wechsels´ ist ein Werbegag"

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DUBLIN, 15. Juni 2001 (ZENIT.org).- Die Abtreibungsstiftung hat das holländische Schiff "Sea of Changes" zu See gelassen. Doch das Angebot für irische Frauen, auf hoher See Abtreibungen vorzunehmen, wurde bis auf Weiteres fallen gelassen, nachdem die Regierung in Amsterdam die Gesundheitsgenehmigung für ein solches Unternehmen verweigert hat.

Die Nachricht wurde bekannt, kurz nachdem das Schiff am Donnerstag im Hafen von Dublin vor Anker ging. Die "Women on Waves Foundation", die diese Initiative ins Leben gerufen hatte, hofft bald auf die Erlaubnis, so der Sprecher des Schiffes, Joke Van Krampen, die nicht erteilt wurde, weil eine adäquate Gesundheitsprüfung nicht erfolgt war.

Das "Meer der Wechsel", ein holländisches Fischerboot, das zuvor Aurora hieß, wurde von der Stiftung ausgestattet, um Abtreibungen in internationalen Gewässern vorzunehmen, um auf dieses Weise in Ländern wie Irland, die solche Praktiken verbieten, die Gesetzgebung zu umgehen.

An Bord des Schiffes sind drei Mitglieder der Stiftung, zwei holländische Ärzte und eine Krankenschwester sowie sieben Besatzungsmitglieder. Eine Woche lang müsste es in Dublin bleiben, bevor es Kurs auf das südirische Cork nehmen wird.

Der irische Gesundheitsminister Michael Martin, bezeichnete die Operation als einen "Werbegag" und sagte, das Schiff unterstehe den irischen Gesetzen, solange es sich in irischen Gewässern befinde.