Hurrikan „Felix“: Misereor und Kirche in Not helfen Betroffenen

| 1098 klicks

MANAGUA/AACHEN/MÜNCHEN, 7. September 2007 (ZENIT.org).- Das Bischöfliche Hilfswerk Miseror unterstützt mit 20.000 Euro die Opfer der Verwüstungen, die Hurrikan „Felix“ in Nicaragua verursacht hat. Nach aktuellen Meldungen sind rund 100 Menschen im Wirbelsturm umgekommen. Bereits am Dienstag war der Wirbelsturm über den Norden des zentralamerikanischen Landes hinweg gezogen.



Die Schäden in der Diözese Bluefields, einem weitläufigen Küstengebiet im Norden von Nicaragua, sind nach Angaben von Heike Teufel sehr groß. Die Misereor-Verantwortliche für Nicaragua berichtete, dass rund 30.000 Familien – „vor allem die indigene Bevölkerungsgruppe der Mizquito“ – betroffen seien. „90 Prozent der Häuser sind ohne Dächer, viele ganz zerstört.“

Die Hurrikanopfer benötigen in erster Linie Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente und Decken. „Mit Plastikplanen sollen die Häuser notdürftig repariert werden, da weiterhin starke Regenfälle die Situation verschlimmern. Mit der Soforthilfe, die wir zur Verfügung stellen, kann die Hilfe unmittelbar anlaufen. Bereits jetzt ist aber abzusehen, dass die Menschen für den Wiederaufbau ihrer Häuser weit mehr Unterstützung benötigen.“

In El Salvador und im Süden von Honduras sind in Folge des Hurrikans zahlreiche Brücken zerstört; Flüsse treten über die Ufer, und die Ernte ist in weiten Teilen der betroffenen Region vernichtet, heißt es in einer Presseerklärung der Hilfsorganisation.

Auch das internationale Hilfswerk „Kirche in Not“ hat der Kirche in Nicaragua 20.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Wie das Hilfswerk in München heute, Freitag, mitteilte, sollen weitere Hilfen bereitgestellt werden, wenn der telefonische Kontakt zu allen betroffenen Bistümern wieder möglich sei und die Ortsbischöfe berichten könnten, was sie brauchen, um den vielen verletzten und obdachlos gewordenen Menschen zu helfen.

„Felix“ hat nach Behördenangaben eine Schneise der Verwüstung durch den Nordosten Nicaraguas gezogen. 5.000 Häuser sollen zerstört, 50.000 Menschen obdachlos geworden.