Ich lag im Sterben, doch dank der Fürsprache Wojtyłas wurde ich geheilt

Florybeth Mora Díaz erzählt von ihrer wundersamen Heilung

Rom, (ZENIT.org) Wlodzimierz Redzioch | 386 klicks

Das der Heiligsprechung Johannes Pauls II. zugrundeliegende Wunder wurde an der aus Costa Rica stammenden Florybeth Mora Dìaz vollbracht.

Es gelang mir, sie ausfindig zu machen und ein Gespräch mit ihr zu führen. Ihre Geschichte wurde in dem bei Edizioni Ares erschienenen Werk „Accanto a Giovanni Paolo II. Gli amici e collaboratori raccontano“ (An der Seite von Johannes Paul II. Berichte von Freunden und Mitarbeitern; eigene Übersetzung) veröffentlicht. Florybeth Mora Dìaz ist mit Edwin Antonio Arce Abarca verheiratet, Mutter von vier Kindern (das fünfte verstarb) und lebt in einem kleinen Ort namens Dulce Nombre de Jesús.

Trotz ihrer guten Gesundheit spürte die Frau eines Tages starke Kopfschmerzen. Nach dem Transport in die Rettungsstelle des Krankenhauses von Cartago erfolgte eine Notaufnahme im Krankenhaus der Hauptstadt San José.

Dazu gibt Florybeth Folgendes bekannt: „Ich war damals 47. Die Krankheit traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel; innerhalb nur eines Tages befand ich mich in Lebensgefahr. Es war mir zunächst unbegreiflich, denn ich war immer gesund gewesen. In Krankenhäuser hatte ich mich nur zur Entbindung meiner fünf Kinder begeben.

Weder der Diagnose einer pathologischen Veränderung meines Gehirns (Ruptur mit Blutung des Aneurysmas der rechten Hirnarterie), noch den Ärzten, die später zu mir sagten, dass es sich nur noch um wenige Stunden handeln würde, konnte ich Glauben schenken…

Dennoch machte sich beim Anblick der traurigen Gesichter meiner Kinder und meines Mannes Angst in mir breit. Diese vergrößerte sich, als eine sichtbare Verschlechterung meines Gesundheitszustandes eintrat.

Zweifellos suchte ich intensiv den Rückhalt Gottes und betete um die Fürsprache Johannes Pauls II.“

Aufgrund der Aussichtslosigkeit der Lage verließ das Ehepaar das Krankenhaus. Während der Fahrt nach Hause wandte sich Florybeths Ehemann Edwin Antonio mit den folgenden Worten verzweifelt an Johannes Paul II: „Heiliger Vater, ich bitte Sie darum, für die Gesundung meiner Frau bei Gott Fürsprache einzulegen.“

Am 1. Mai 2011 begann in Costa Rica um 2.00 Uhr morgens Ortszeit die Liveübertragung der Seligsprechungsmesse von Papst Wojtyła im Fernsehen.

Diese wollte Florybeth trotz ihrer Schmerzen und ihrer vollkommenen Bewegungsunfähigkeit vom Bett aus mitverfolgen.

Ihre Anempfehlung an Papst Wojtyła begründet Florybeth mit den folgenden Worten: „Auch zu seinen Lebzeiten habe ich ihn stets für einen Heiligen gehalten. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er bei Gott ist und vor unserem Herrn Jesus  für uns Fürsprache einlegt.“

Auf die Frage, zu welchem Zeitpunkt und woran sie erkannt habe, dass ihre Gebete erhört wurden, erläutert Florybeth:

„Ich war alleine in meinem Zimmer und vernahm plötzlich eine Stimme in meinem Inneren, die mir befahl, aufzustehen. Tief in mir spürte ich, dass ich ihr folgen musste und fand die Kraft dazu. Daraufhin empfand ich einen großen Frieden und hatte vor allem keine Angst mehr. Ich denke, dass der körperliche Heilungsprozess den nächsten Schritt darstellte. Der Herr überzeugte mich im Geiste und schenkte mir viel Frieden und die Gewissheit meiner Heilung.“

Florybeth erhob sich aus ihrem Bett und ging in die Küche. Ihr Mann erblickte sie, erschrak und führte sie zurück ins Bett. Sie sagte ihm, dass es ihr gut gehe und mit ihrem Körper etwas geschehen sei.

Am darauffolgenden Morgen wurde Florybeth zurück in das Krankenhaus gebracht. Dazu gibt sie bekannt: „Zunächst dachten die Ärzte, mir fälschlicherweise die Diagnose einer anderen Patientin zugeschrieben zu haben. Nachdem sich diese Vermutung jedoch als nicht zutreffend erwiesen hatte, reagierten sie mit offenkundiger und vollkommener Fassungslosigkeit, denn ihnen wurde am stärksten bewusst, dass es sich um ein Wunder handelte.“

Die Wiedererlangung von Florybeths Gesundheit versetzte ihre Freunde, Bekannten und alle jene, die ihre Krankheit miterlebt hatten, in Erstaunen und erfüllte ihre Herzen mit Freude.

Wie fühlt es sich an, am eigenen Leib ein Wunder erfahren zu haben?

Darauf antwortet Florybeth: „Wir erleben insofern äußerst schwierigen Zeiten, als uns der Glaube fehlt. Meiner Meinung nach geschah dieses Wunder, damit wir unseren Blick in den Himmel richten und erkennen, dass Gott, das Leben, existiert und es ohne ihn kein wahres Leben gibt.

Ohne Glauben und ohne Hoffnung wäre keines dieser Wunder möglich. Wir müssen stets an den glauben, den wir jetzt nicht sehen, um dessen Existenz unser Herz und unser Geist jedoch wissen.“