„Ich lerne immer neu“: Benedikt XVI. würdigt Augustinus-Lexikon

Eine Initiative des Augustinerpaters Cornelius Petrus Mayer

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ROM, 20. August 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. benutzt und schätzt es: Die Rede ist vom „Augustinus-Lexikon“, das Professor Cornelius Petrus Mayer OSA herausgegeben hat. Das Internetportal www.augustinus.de erlaubt seit zehn Jahren allen, die sich für Augustinus interessieren, Zugriff auf die vielfältigen digitalen Dienste des Portals. Der Internetstatistik nach ist es mit über 1.000 täglichen Besuchern in der Augustinus-Forschung die Nummer eins.

Die Initiative für die Webseite ging vom Zentrum für Augustinus-Forschung aus, dessen treibende Kraft Professor Mayer ist, der in diesem Jahr sein 80. Lebensjahr vollendet hat. In einer Würdigung schrieb ihm der Papst: „Um so mehr gehöre ich mit Freude zu den Benutzern dieses großartigen Werkes, das ich immer wieder zur Hand nehme und von dem ich immer neu lerne. So kann ich Ihnen in dieser Stunde nur wünschen, dass Sie weiterhin das Erscheinen des Lexikons leiten und damit helfen können, das weitverzweigte Werk des Bischofs von Hippo auch all denen zugänglich zu machen, die nur begrenzten Zugang zu den Quellen selber haben.“

Vor 30 Jahren erhielt der Augustinerpater den Ruf auf die Professur für Systematische Theologie an der Universität Gießen, die er von 1979 bis zu seiner Emeritierung 1996 innehatte. Die in diesen Jahren initiierten und bis heute unter dem Dach seines Forschungszentrums – seit 2006 ein An-Institut der Universität Würzburg – von ihm geleiteten Projekte „Augustinus-Lexikon“ und „Corpus Augustinianum Gissense“ begründeten den Weltruhm, den Cornelius Mayer auf dem Gebiet der Augustinus-Forschung heute genießt.

Papst Benedikt hätte gerne an diesem Werk mitgewirkt, bekennt er in seinem Grußwort: „Als die ersten Faszikel erscheinen konnten, war ich schon als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre in Rom tätig und längst nicht mehr imstande, eigentliche Forschungsarbeit zu leisten. Sie haben mir damals tröstend gesagt, die Arbeit am Lexikon werde sich so lange hinziehen, dass ich in meinem Ruhestand Zeit dafür finden werde, einige Beiträge zu schreiben. Wie gern hätte ich das getan! Nun, das war offenbar von der Vorsehung nicht gewollt.“

„Möge Ihnen der Herr noch lange die Gesundheit erhalten“, wünscht Papst Benedikt XVI. diesem Gefährten in der heiligen Wissenschaft, „bis wir einmal, so Gott will, uns in der anderen Welt mit dem heiligen Augustinus selber treffen dürfen“.