Ihr seid die ersten Missionare eurer Gleichaltrigen!

Papstbotschaft zum Weltjugendtag 2013

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ROM, 16. November 2012 (ZENIT.org). – „Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern“ ist das Motto des nächsten Weltjugendtags im Juli 2013 in Rio de Janeiro. In seiner heute veröffentlichten Botschaft zu diesem Großereignis hat Papst Benedikt XVI. die Jugendlichen ermuntert, die durch den technischen Fortschritt ermöglichten neuen Möglichkeiten zum Interagieren zwischen Menschen und Bevölkerungen für missionarische Aktivitäten zu nutzen. Das Internet müsse aber mit Klugheit genutzt werden, es berge auch die Gefahr von Abhängigkeit, oder die virtuelle Welt mit der Wirklichkeit zu verwechseln. Deswegen seien echte Begegnungen nötig, um dem entgegenzuwirken.

Um die Schönheit des Glaubens der Kirche zu verkünden, sei es aber notwendig, ihn zu kennen: „Man muss kennenlernen, an was man glaubt, um es verkünden zu können. Je besser wir Christus kennen, desto stärker wird unser Drang, ihn zu verkünden. Viele sind fern vom Evangelium, etwa weil ihre Kultur keinen Platz für Gott lässt oder weil sie das Evangelium zwar gehört haben, aber dennoch so leben, als ob es Gott nicht gebe. Öffnen wir allen die Tür unseres Herzens; versuchen wir, mit ihnen respektvoll und mit Einfachheit ins Gespräch zu kommen. Wenn dieses Gespräch in wirklicher Freundschaft gelebt wird, dann wird es auch Frucht tragen“, so der Papst.

„Die Kirche zählt beim Evangelisieren auf euch.“ Die Globalisierung dürfe nicht auf dem Materialismus aufbauen, sondern auf der Liebe; und Gott sei die Liebe. Die berühmte Christusstatue mit ihren offenen Armen symbolisiere, wie der Herr alle aufnehme, die zu ihm kommen.

Indem der Papst die Zweifel vieler Jugendlicher aufnahm, ob das Leben etwas Gutes sei, versicherte er: „Das Licht des Glaubens erhellt diese Dunkelheit, es lässt uns begreifen, dass jede menschliche Existenz unschätzbaren Wert hat, weil sie Frucht der Liebe Gottes ist.“ Die Anwesenheit Gottes zu bezeugen sei dringend notwendig. Menschen, die Gott vergessen hätten, seien ohne Hoffnung und unfähig, den Nächsten zu lieben. Die Aufgabe der jungen Menschen sei es, die Anwesenheit Gottes spürbar zu machen, zum Heil der Menschheit und eines jeden einzelnen.[jb]