"Im Leid der Krankheit und selbst im Sterben sind wir nicht allein"

Deutsche Zusammenfassung der heutigen Generalaudienz

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 328 klicks

Wir dokumentieren im Folgenden die offizielle deutsche Zusammenfassung der von Papst Franziskus gehaltene Ansprache bei der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz.

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Liebe Brüder und Schwestern, heute wollen wir über die Krankensalbung sprechen. Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter bringt in schöner Weise Grundgedanken dieses Sakraments zum Ausdruck. Immer, wenn jemand die Krankensalbung empfängt, begegnet er in der Gestalt des Priesters Christus selbst. Er ist der wahre Barmherzige Samariter, der mit Öl und Wein gleichsam alle Wunden des Kranken versorgt und ihm Gnade, Liebe und Heilung – von der Sünde und manchmal auch von körperlichen Gebrechen – schenkt. Schließlich bringt der Samariter den Kranken in eine Herberge, die ein Bild für die Kirche ist, damit die Gemeinschaft der Gläubigen für ihn weiter sorge. Der Auftrag zur Salbung der Kranken ist deutlich im Jakobusbrief überliefert und zeigt uns, dass die Spendung dieses Sakraments bereits auf die Lehre und Praxis der Apostel zurückgeht. In der Krankensalbung setzt sich die Liebe des Herrn für die Kranken und Leidenden bis in unsere Zeit fort. Es tut gut, zu wissen, dass wir im Leid der Krankheit und selbst im Sterben nicht allein sind. Im Sakrament der Krankensalbung zeigt uns der Herr, dass er unter uns ist und uns nichts von seiner Liebe scheiden kann.

[Für die deutschsprachigen Pilger wurden folgende Grußworte auf Italienisch verlesen:]

Herzlich begrüße ich die Brüder und Schwestern aus den Ländern deutscher Sprache. Liebe Freunde, habt keine Scheu, für die Kranken  die Priester zu rufen, damit sie ihnen die Krankensalbung spenden. So wird ihnen der Heiland und Herr des Lebens mit seiner Gnade nahe sein. Gott segne euch.

[© 2013 – Libreria Editrice Vaticana]