Im Leiden sind wir nicht allein: Kardinal Rouco Varela schreibt der Jugend

Weltjugendtagskreuz in Spanien eingetroffen

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MADRID, Spanien, 11. September 2009 (Zenit.org).- Der Erzbischof von Madrid hat die jungen Menschen mit Blick auf den Weltjugendtag 2011 dazu aufgerufen, allen die Botschaft zu verkünden, dass sich niemand im Leid allein gelassen fühlen sollte.



Diese Einladung von Kardinal Rouco Varela ist in dessen kürzlich veröffentlichen Brief an die Jugendlichen enthalten. Anlass für das Schreiben war das Eintreffen des Weltjugendtagskreuzes in Spanien. Nun wird es zur Vorbereitung des nächsten internationalen Weltjugendtags, der im August 2011 in Madrid stattfinden wird, die verschiedenen Diözesen besuchen.

Am kommenden Montag, dem Fest der Kreuzerhöhung, wird die Pilgerreise des Weltjugendtagskreuzes und der Ikone der heiligen Jungfrau Maria durch die Diözese Madrid beginnen.

„Die Weltjugendtage sind eine Begegnung mit Christus, der für uns gestorben und auferstanden ist“, schreibt Kardinal Rouco Varela zu diesem Anlass. „Dieses Kreuz ist der Jugend gemeinsam mit der Ikone der Jungfrau Maria vom Diener Gottes Johannes Paul II. im Jahr 1984 anvertraut worden. Es ist ein schönes Zeichen für die Bedeutung des Weltjugendtages: die Begegnung mit Christus, der für uns gestorben und auferstanden ist, dem Erlöser des Menschen.“

Wenn die Jugendlichen das Kreuz schultern, „tragen sie die freudige Botschaft des Heils und verkünden allen Enden der Erde, dass Christus uns von der Sünde und vom Tod errettet hat.“

Der Kardinal nennt das Kreuz „das große Zeichen der Liebe Gottes, das seine Vergebung und Versöhnung für alle Völker sichtbar macht“, und erklärt, dass der Gekreuzigte eigentlich der Erhöhte sei, „der glorreich erhoben wurde“. Deshalb sei auch das Kreuz „glorreich – wie auch der Sieg über Sünde und Tod“.

Aus diesem Grund habe die Kirche das Kreuz auch „als Zeichen der Sieges und Triumphes besungen“, was sie auch weiterhin tun werde. „Die Liebe Christi ist siegreich über allen menschlichen Hass, Verbitterung, Rache und Verbrechen. Seine Liebe ist eine Liebe, die heilt, befreit, reinigt, rettet und Frieden bringt. Sie ist ewig und unfehlbar. Sie ist eine menschliche und göttliche Liebe, fähig, uns zu ihm emporzuheben, in die Höhen der Herrlichkeit“.

Kardinal Rouco Varela bittet die Jugendlichen, „mit Worten und kleinen Gesten“ zu verkünden, „dass Christus alle Kreuze der Welt getragen und ihnen Glanz verliehen hat – durch seine eigene Hingabe bis zum Tod“. Und dass er das alles mit der tiefen Sehnsucht auf sich genommen habe, dass „niemand sich im Leiden allein gelassen fühlt, wenn er es versteht, auf den Gekreuzigten zu schauen“.