Im Schweigen dieses Morgens

Das heutige Mittwochsgebet stammt von der hl. Miriam von Abellin

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 308 klicks

Die heilige Miriam von Apellin – ursprünglich Miriam Baoardy – wurde am 5. Januar 1846 in Abellin, Galiläa geboren und starb in Betlehem am 26. August 1878. Ihr Ordensname Maria von Jesus dem Gekreuzigten geht aus eine palästinensische unbeschuhte Karmelitin und Mystikerin zurück. Nach dem Tod ihrer Eltern wuchs sie bei Verwandten auf. Sie wiedersetzte sich einer Zwangsehe, da sie sich lieber als geweihte Jungfrau an Christus binden wollte. Nach einer bewegten Vorgeschichte trat sie in das Noviziat der Schwestern vom Heiligen Josef in Caplette in Frankreich ein. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte sie, wie auch schon vor dem Eintritt, Visionen, und es zeigten sich erste Anzeichen ihrer späteren Stigmata, weshalb man sie am Ende des Noviziats nicht in die Gemeinschaft aufnehmen wollte. Man empfahl sie an den Karmel von Pau in Frankreich empfohlen, wo sie 15. Juni 1867 bei den Unbeschuhten Karmelitinnen eintrat und am 27. Juli desselben Jahres bei der Einkleidung den Ordensnamen Maria von Jesus dem Gekreuzigten annahm. 1870 wurde sie nach Indien entsandt, um hier ein neues Karmel zu gründen, wo sie 1871 vor Bischof Marie Ephrem Garrelon ihre Profess ablegte. Wegen verschiedenen Visionen kam es später jedoch zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Bischof und Sr. Mirjam kehrte im November 1872 wieder nach Pau zurück. Garrelon hatte sich völlig von ihr abgewandt und hielt ihre Visionen für falsch. Später erkannte er darin einen Fehler. Als er starb, prophezeite Mirjam von Abellin, er werde nicht in den Himmel kommen, bevor die erste Heilige Messe in dem von ihr geplanten Karmel in Betlehem gefeiert sei. Sie habe Garrelon im Jenseits gesehen und ihn laut klagen hören: "Ich habe gegen die Ehre Gottes gesündigt". 1875 gab sie von Frankreich aus den Anstoß von Klostergründungen der Karmelitinnen in Betlehem und Nazareth. Die Gesundheit Sr. Mirjmas, die durch eine harte Jugendzeit und ihr beschwerliches Leben, vor allem aber durch die Reise nach Indien untergraben worden waren, festigte sich nicht wieder. Am 26. August 1878 starb sie im Alter von nur 32 Jahren nach heftigem Leiden im Karmel von Betlehem, wo sie begraben ist. Ihr Grab wurde zu einer Pilgerstätte. Johannes Paul II. sprach Mirjam von Abellin am 13. November 1983 selig, ihr Gedenktag ist der 25. August.

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Herr Jesus, im Schweigen dieses anbrechenden Morgen komme ich zu dir
und bitte dich mit Demut und Vertrauen um deinen Frieden, deine Weisheit und deine Kraft.


Gib, dass ich heute die Welt betrachte mit Augen die voller Liebe sind,
lass mich begreifen, dass alle Herrlichkeit der Kirche aus deinem Kreuz als deren Quelle entspringt.


Lass mich in meinem Nächsten den Menschen empfangen, den du durch mich lieben will stund gib mir die Bereitschaft ihm mit Hingabe zu dienen
und alles Gute, das du in ihn hineingelegt hast zu entfalten.

Meine Worte sollen Sanftmut ausstrahlen und mein ganzes Verhalten soll Friedenstiften. Nur jene Gedanken, die Segen bringen, sollen in meinem Geiste haften bleiben.

Verschließe meine Ohren vor jedem übelwollenden Wort und jeder böswilligen Kritik. Meine Zunge möge nur dazu dienen das Gute hervorzuheben.
Vor allem bewirke, o Herr, dass ich so voller Frohmut und Wohlwollen bin,
dass alle die mir begegnen deine Gegenwart und deine Liebe spüren.
Bekleide mich mit dem Glanz deiner Güte und deiner Schönheit, damit ich dich im Verlauf dieses Tages offenbare. Amen.