Im UN-Menschenrechtsrat wird ungehinderter Zugang zu Abtreibungen gefordert

Generalsekretär Ban Ki-Moon übergibt Bericht

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GENF, 29. September 2011 (ZENIT.org). – Begründet mit dem „Recht auf Gesundheit“ und dem „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ wurde bei der 18. Generalversammlung des UN-Menschenrechtsrats (ZENIT berichtete) der ungehinderte Zugang zu Abtreibungen gefordert.  Anand Grover (Indien) äußerte wörtlich, „sämtliche Hindernisse zu Abtreibungen zu beenden, denn solche seien eine Verletzung des „Rechts der Frau auf Gesundheit“.
 
Der Bericht nennt zunächst das „Recht auf Gesundheit“ als Argument für den ungehinderten Zugang zu Abtreibungen, weiterhin das „Selbstbestimmungsrecht der Frau“. Nur ein völlig freier Zugang zu Abtreibungen gewährleiste diese Selbstbestimmung. Das „Selbstbestimmungsrecht“ des ungeborenen Kindes wird in dem Bericht nicht erwähnt.

Erzbischof Silvano M. Tomasi,  Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls beim Büro der Vereinten Nationen und der speziellen Institutionen in Genf, hatte sich in seiner Rede am 15. September bereits entschieden gegen das Vorhaben ausgesprochen, die vorhandenen Gelder zur Förderung von Abtreibungen einzusetzen. Stattdessen sollten diese zur Förderung von sicheren Geburten verwendet werden.

Über den Umweg sogenannter Gesundheitsrechte die Liberalisierung der Abtreibung zu fordern, ist keine völlig neue Methode der Vereinten Nationen und vieler ihrer Organe. Seit der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo im Jahr 1994 versucht die Abtreibungs-Lobby, die Abtreibung als Teil der sogenannten „Sexual- und Reproduktionsrechte“ zu definieren. Die Begründung: Ist die Abtreibung verboten oder wird der Zugang zu ihr erschwert, wird die Gesundheit der Frau in Gefahr gebracht, denn sie muss gegebenenfalls illegale, heimliche, unsichere Abtreibungen vornehmen lassen.

Dieser Weg, die Abtreibung zu liberalisieren, -im Maputo Protokoll von 2003 wird ausdrücklich die Legalisierung der Abtreibung in den afrikanischen Staaten gefordert- wird vor allem in Afrika versucht, allerdings kaum mit Erfolg.

Der neue Bericht des UN-Menschenrechtsrates ist nun ein neuer Versuch, dieser Strategie neue Dynamik zu geben.