Imam bezeichnet den Papstbesuch als Segen

Herzlicher Empfang von Muslimen und evangelischen Christen

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YAOUNDÉ, 19. März 2009 (ZENIT.org).- Ein besonderer Empfang wurde Papst Benedikt bei seiner Ankunft am Flughafen in Yaoundé zuteil: Der Hauptimam von Yaoundé, Scheich Ibrahim Moussa, bekräftigte: „Im Koran empfiehlt der Prophet Mohammed, Fremde aufzunehmen, weil diese sehr oft mit Frieden kommen. Deshalb ist für uns das Kommen des Papstes ein Segen."

Am Anfang des dreitägigen Aufenthalts in Kamerun bekam der Papst wiederholte Willkommensgrüße von Führern der islamischen Gemeinschaft, die nach dem Christentum die zweitgrößte Religionsgemeinschaft im Land stellt. Motiviert durch die Ankunft des Papstes rief Scheich Moussa die Muslime dazu auf, „die Religion von anderen zu respektieren und diesen großartigen Mann willkommen zu heißen".

Wie lokale Medien berichteten, betrachtet der islamische Führer den Papst als „großen Imam" (Imam = Vorbeter vor Gläubigen in Moscheen). „Wir beten, dass sein Aufenthalt gut verläuft und dass er in Frieden nach Hause zurückkehrt", so Ibrahim Moussa.

„Wir haben eine gute Meinung vom Papst, und im Übrigen leben wir friedlich mit den katholischen Gläubigen zusammen. In der Tat beten wir zu einem Gott. Wir Muslime sind folglich sehr glücklich, den Papst in unserem Land zu empfangen."

Empfangen wurde der Papst auch von Vertretern anderer christlicher Konfessionen. Das Kommen des Heiligen Vaters „ist eine Gnade, die uns als Christen nicht gleichgültig lassen darf", sagte Emile Ngue, Generalsekretär der Föderation evangelischer Kirchen in Kamerun. Er bekräftigte, dass der Papstbesuch in seinem Land „ein Ereignis von erhebender geistlicher Weite" sei.