In der Schule des Wahren, Schönen und Guten

Fünfter Masterkurs in Architektur, Sakralkunst und Liturgie eröffnet

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Von Antonio Gaspari

ROM, 25. November 2011 (ZENIT.org). – Am Freitag, dem 11. November, wurde an der „Università Europea di Roma“ und dem Päpstlichen Athenäum „Regina Apostolorum“ der 5. Masterkurs in „Architektur, Sakralkunst und Liturgie“ eröffnet.

Als Vertreter der Päpstlichen Kommission für die Kulturgüter der Kirche, unter dessen Schirmherrschaft der Masterkurs steht, waren Vizepäsident Abt Michael John Zielinski, OSB.Oliv., und Untersekretär Msgr. José Manuel Del Rio Carrasco anwesend, die beide auch Dozenten innerhalb des Masterkurses sind. Abt Zielinski trug die Eröffnungsbotschaft von Mauro Kardinal Piacenza, dem Präfekten der Kongregation für den Klerus vor, der den Master ehemals als Erzbischof und Präsident der Päpstlichen Kommission für die Kulturgüter der Kirche gegründet hatte.

Der Masterkurs erlebt dieses Jahr das Debut des neuen Koordinators, Prof. Salvatore Vitiello, Nachfolger von Prof. Dr. Uwe Michael Lang.

Den neuen Koordinator begrüßte Kardinal Piacenza in seiner Botschaft mit den folgenden Worten: „Ich danke Ihnen, Prof. Vitiello, dass sie trotz vieler akademischer und anderer Aufgaben die Koordination der Initiative übernommen haben. Ich bin davon überzeugt, dass der Masterkurs, gerade auch durch Ihre Kompetenz, seinen Weg in Treue zum päpstlichen Lehramt und im notwendigen Dialog mit allen Bereichen, die sich auf institutioneller und akademischer Ebene mit diesen Themen auseinandersetzen, fortsetzen wird.“

Ein Wunsch, den der neue Koordinator bereits in die Praxis umgesetzt hat, sei es durch die Wahl seines eigenen Assistenten, eines Mitarbeiters der liturgischen Konferenz der italienischen Bischofskonferenz, sei es durch die akademische Antrittsvorlesung durch Msgr. Massimo Palombella, den Leiter der päpstlichen „Capella Sistina“.

Palombella eröffnete den Masterkurs mit einer fachkundigen Vorlesung über die ontologischen Grundlagen der Kunst mit besonderer Bezugnahme auf die Sakralmusik und die Rolle, die sie in der liturgischen Handlung zu spielen hat. Die Vorlesung in voller Übereinstimmung mit den Bildungsintentionen des Masters wurde von den Anwesenden enthusiastisch aufgenommen. Der Koordinator lud den Leiter der „Capella Sistina“ dazu ein, die Möglichkeit einer beständigen Zusammenarbeit mit dem Lehrkörper in Betracht zu ziehen.

Msgr. Palombella nahm die Einladung hocherfreut an.

Der Masterkurs kann damit neben dem Zeremonienmeister der liturgischen Feiern des Papstes, Msgr. Guido Marini, den Leiter der „Capella Sistina“ zu seinem Lehrkörper zählen.

Alles weist also darauf hin, dass diese Bildungserfahrung sich immer mehr in den Dienst der Hermeneutik der Kontinuität und der Reform stellt, wie sie sich der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. als richtige Interpretation der Texte des 2. Vatikanischen Konzils wünscht.

Diese neue fünfte Ausgabe des Masterkurses hat bereits über 40 Einschreibungen, unter ihnen Architekten, Künstler, Theologen, Historiker und Hochschulabsolventen in Disziplinen wie Kulturgüter, die aus vierzehn italienischen Regionen, sechs verschiedenen Nationen und drei Kontinenten stammen: Europa, Amerika und Asien.

Es ist der Same eines „neuen Volkes“, das, gemeinsam mit den 140 Absolventen der vergangenen Kurse, eine unabdingbare Ressource darstellt, wie es auch die Richtlinien des Masters für die Entwicklung der Architektur, der Sakralkunst und der Liturgie vorsehen,  „in Treue zum Lehramt von Benedikt XVI.“.

In dem bereits zitierten Einführungsschreiben liest man auch: „Der Master möchte mehr als eine ‚qualifizierte und qualifizierende‘ akademische Erfahrung sein“. Der Master stellt sich die Aufgabe, eine wahre ‚Schule‘ im mittelalterlichen Sinne des Wortes zu sein, eine ‚Gefolgschaft‘, in der man die Erfahrung der ‚Gemeinschaft der Kirche‘ und der Anwesenheit des Herrn machen kann, der unsere Existenz leitet, auch in der Architektur, der Sakralkunst und der Liturgie. So kann sie die übernatürliche Gemeinschaft durchscheinen lassen, die das letzte Ziel aller menschlichen Arbeit ist, das zu einem Werk wird.“

[Übersetzung aus dem Italienischen von Jan Bentz]

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