In Moldawien erste Soziale Woche der lokalen katholischen Kirche

Sich den Niedrigsten widmen

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ROM, 13. Oktober 2011 (ZENIT.org). - In der Hauptstadt der Republik Moldawiens, Chisinau, hat am Dienstag die erste Soziale Woche der lokalen katholischen Kirche zum Thema „Der Mut neben den niedrigsten zu wachsen” begonnen.

Ziel der Verantstaltung, an der über hundert Katholiken aus dem ganzen Land und auch Repräsentanten des Staates und der anderen christlichen Kirchen teilnehmen, ist es -wie in einer Pressemitteilung des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) angekündigt wurde über den Beitrag, den die kleine aber sehr aktive katholische Gemeinschaft der moldawischen Gesellschaft leisten kann, zu diskutieren.

Wie der Vertreter der einzigen katholischen Diözese des Landes (sie ist in 13 Pfarreien eingeteilt), Msgr. Anton Cosa, erklärt: „Wir haben diesen Titel gewählt, weil er unseren Zustand als Kirche der Minderheit des Landes widerspiegelt, aber auch und vor allem, weil wir es als Berufung unserer Kirche betrachten, zusammen mit jenen zu wachsen, die nichts haben, die sich aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen, die ihrer Würde und ihrer Menschlichkeit beraubt worden ist”

„Neben und für die Letzten da zu sein entbindet uns allerdings nicht, zum Wachstum der moldawischen Gesellschaft beizutragen; Im Gegenteil ist es notwendig, dass neben der materiellen und geistlichen Hilfe, die wir allen zu bringen versuchen, vor allem den Ärmsten, in der moldawischen Kirche auch jene soziale Diakonie wachse, die allen unseren Gläubigen ermöglichen wird, sich für den Aufbau des Gemeinwohls der ganzen Nation verantwortlich zu fühlen und deren Protagonisten zu werden“, so der Bischof.

Das Treffen, das am morgigen Freitag, dem 14. Oktober, mit einer Eucharistiefeier in der Kathedrale von Chisinau zu Ende gehen wird, steht im Zeichen dreier Themen. Das Thema vom Dienstag, dem 11.10., lautete: „Der soziale Einsatz der Katholiken in Moldawien“; am Mittwoch: „Die Armut und die Armen“, um am heutigen Donnerstag mit: „Der Einsatz der Laien in der Ökonomie und Gesellschaft“ zu schließen.

Um die Verbindung mit ähnlichen Initiativen, die in Europa organisiert werden, zu unterstreichen, führen Vertreter anderer sozialer Wochen in Europa in die Themen ein. Es handelt sich um Msgr. Arrigo Miglio, Bischof von Ivrea und Vorsitzender der Sozialen Wochen in Italien; Dr. Jean-Pierre Rosa, Delegierter der Sozialen Wochen Frankreichs, und Msgr. Giampaolo Crepaldi, Bischof von Triest und Vorsitzender der sozialen Kommission der CCEE „Caritas in Veritate“.

Msgr. Crepaldi und der Vize-Generalsekretär der Konferenz, der ungarische Priester Ferenc Janka, repräsentieren die CCEE in Chisinau und wollen mit ihrer Anwesenheit die Wichtigkeit bezeugen, die der Initiative von Seiten des europäischen Bistums zugesprochen wird.

Das Treffen ist von dem Portugiesen Msgr. Duarte da Cunha, dem Generalsekretär der Organisation, „als Übungsraum und Modell für zahlreiche Minderheitenkirchen“ definiert worden, „die vermehrt in diese besondere Form der sozialen Diakonie investieren wollen. Es soll Zeichen und  Einladung für alle katholischen Initiativen sein, sich, diesem Beispiel folgend, nie von Schwierigkeiten entmutigen zu lassen, wenn es sich um die Liebe und die Verkündigung des Evangeliums handelt“.

 [ZENIT-Übersetzung aus dem Italienischen]