In Thailand entsteht das erste benediktinische Männerkloster

Bischof von Padua: "Ein Traum nimmt konkrete Formen an"

Rom, (ZENIT.org) Redaktion | 316 klicks

Kürzlich wurde an der thailändischen Peripherie das erste männliche Benediktinerkloster errichtet. Es trägt die Bezeichnung „Der Himmel Thailands“ und wurde jüngst in Chiang Mai, einer Stadt in der nördlichen Provinz Lamphun eingeweiht. Laut der Zeitung „Osservatore Romano“ liegt der Entstehung des Klosters eine „Weigerung“ der vietnamesischen Regierung zugrunde. Diese habe die Eröffnung eines vierten Klosters verboten. In dem Land befinden sich bereits drei Benediktinerklöster, die in den letzten Jahren zu einer Blüte der Berufungen geführt hatten. Dennoch habe die Regierung dem Antrag auf die Gründung eines neuen Klosters im nahe gelegenen Thailand stattgegeben.

Dorthin wurden fünf nach dem Grundsatz „Ora et labora“ des hl. Benedikts lebende Mönche entsandt. Ihr Tagesablauf folgt dem Wechsel von Augenblicken des Gebetes (Stundenliturgie) und der Arbeit – dem Anbau von Mais, Reis und Obstbäumen. Die Einrichtung besteht aus zehn Zellen für die Mönche, einem Gästehaus mit acht Zimmern und einer Kapelle im Erdgeschoss.

Der Einweihung wohnten der Bischof von Chiang Mai, Francis Xavier Vira Arpondratana, und der Bischof von Padua, Antonio Mattiazzo, bei. Letzterer bekundete im Rahmen der Feier mit den folgenden Worten seine große Freude über die Eröffnung des Klosters: „Dank der Unterstützung vieler Menschen, die an das Projekt geglaubt haben, geht ein Traum in Erfüllung“. Anschließend bat er die hl. Jungfrau Maria um ihre Fürsprache, „auf dass sie eure Schritte begleite und  einander angleiche und dem tägliche ‚Ora et labora‘ einen Rhythmus verleihe“.

Anschließend wandte sich Msgr. Mattiazzo mit folgenden Worten an die Mönche: „Seid Zeichen, seid ein Blick Gottes inmitten all dieser schönen Menschen, die heute zu diesem Neubeginn gerufen wurden“. Die Kirchenregion Triveneto übernimmt Missionen in dem asiatischen Land. Zwei Realitäten wurden sechs missionarischen Einsätzen in der Diözese Chiang Mai anvertraut.