Indien: Kirchliche Mitarbeiter müssen geschützt werden

Bischöfe verlangen genaue Aufklärung der letzten gewalttätigen Übergriffe

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NEU DEHLI, 22. Juni 2005 (ZENIT.org).- Die indischen Bischöfe appellieren an die indische Zentralregierung und die Behörden der einzelnen Bundesstaaten, sich ernsthaft mit den neuen Gewaltausbrüchen gegen die Kirche und ihre Mitarbeiter zu befassen, die Schuldigen zu bestrafen und alle Bürger, auch die Christen, vor Übergriffen zu schützen.



In einer von Msgr Percival Fernandes, dem Generalsekretär der indischen Bischofskonferenz unterzeichneten Erklärung richten die Bischöfe die dringliche Bitte an die zuständigen amtlichen Stellen, die "gewalttätigen Ausschreitungen gegen die Kirche in Indien" restlos aufzuklären.

Die Oberhirten fordern die Einleitung entsprechender Gerichtsverfahren und erwarten, dass angemessene Schritte "gegen die Schuldigen unternommen werden, die Kirchen zerstört, Ordensfrauen tätlich angegriffen und viele andere eingeschüchtert haben".

Allein in diesem Monat Juni "hat es mindestens fünf größere Angriffe auf Kirchen und christliche Einrichtungen in Indien gegeben", heißt es in der Erklärung, die am vergangenen Samstag veröffentlicht wurde. Die Holy-Trinity-Kirche und der Schrein vom Kind Jesu in Jabalpur (Madhya Pradesh) seien entweiht, zwei Klöster bei Bettiah im Bundesstaat Bihar angegriffen worden. Die Ordensfrauen habe man verletzt und ausgeraubt.

"Bei einem anderen Vorfall wurde vor einer Woche das Kloster der 'Sisters of Charity of Nazareth' in Sokho in der Diözese Bhagalpur überfallen", und am 10. Juni "wurden bei einem anderen Übergriff drei christliche Missionare aus den Vereinigten Staaten, die in Mumbai an einem Gebet teilnahmen, von ungefähr 50 Menschen angegriffen.

Diese Gewalttätigkeiten gegen die Kirche machen uns zutiefst betroffen, weil sie alle einem gleichen Schema folgen und sich gegen eine bestimmte Gemeinschaft richten, vor allem gegen eine der wehrlosesten, nämlich gegen Ordensleute."

Deshalb fordern die indischen Bischöfe: "Demokratisch gewählte Regierungen müssen jetzt eingreifen, um für ihre Bürger Schutz und Sicherheit herzustellen."