Indien: Täglich sterben rund 1.500 Kinder an vermeidbaren Krankheiten

Es fehlt an hygienischen Grundkenntnissen

Rom, (ZENIT.org) | 607 klicks

Rund 25 Prozent der Kinder im Alter zwischen 0 und 5 Jahren sterben in Indien an den Folgen von Durchfallerkrankungen. Für Millionen Einwohner des asiatischen Landes stellt der Wassermangel eine konstante Herausforderung dar. Für zwei Drittel der Bevölkerung stehen keine angemessenen hygienischen Anlagen zur Verfügung. Die Situation ist besonders alarmierend, weil sie zur Verbreitung von Durchfallerkrankungen führt, die mit mangelnder Hygiene zusammenhängen. Dies berichtet die Agentur Fides.

Im südostindischen Staat Andhra Pradesh haben viele Menschen keine Toiletten. Rund 665 Millionen Einwohner verrichten ihre Notdurft im Freien. Nach Angaben der Organisationen India Partners und WASH sterben im Land täglich rund 1.500 Kinder infolge von vermeidbaren Krankheiten, wie Cholera oder Typhus.

Unterdessen brachte der indische Staat Kampagnen auf den Weg, in deren Rahmen die Einwohner die Grundlagen der Hygiene erlernen sollen. Insgesamt soll auf diese Weise 65 Prozent der Todes- und Krankheitsfälle in den Dörfern vorgebeugt werden.