Indische Katholiken bekräftigen ihre Solidarität mit den Unberührbaren

Sonntag der dalitischen Befreiung

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NEU DELHI, 15. Dezember (ZENIT.org) - Die katholischen Gemeinden in Indien feierten am letzten Wochenende den Sonntag der dalitischen Befreiung, an dem Christen ihre Solidarität mit Menschen dalitischen Ursprungs, die noch immer unter den traditionellen Praktiken der Unberührbarkeit zu leiden haben, erneuerten.  

Der Jahrestag fiel auf den Sonntag, der dem Internationalen Tag der Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember folgte. Das Thema in diesem Jahr war „Unser Gott ist mit den Menschen, die leiden“.

Die katholische Bischofskonferenz von Indien sowie der nationale Kirchenrat unterstützen die Feierlichkeiten; den Diözesen und religiösen Kongregationen wurden spezielle liturgische Richtlinien geschickt.

„Die indische Gesellschaft befindet sich noch immer im Griff der Kastenkultur, die Ethos, Haltungen, Strukturen der Ungleichheit und unmenschliche Praktiken der Unberührbarkeit mit sich bringt“, heißt es in einem Statement auf der bischöflichen Website.

„Im Gegensatz zum Bild des Evangeliums Christi beherrscht die ‚Kastenmentalität‘ die christliche Gemeinschaft. Sie verletzt die Gott gegebene Würde des Menschen und die Gleichheit aller menschlichen Personen. Die Würde und der Respekt vor dem Menschen beruhen auf dem Wesen des Menschen, und jede Form der Missachtung dessen ist eine Sünde gegen Gott und die Menschen (vgl. die Äußerungen in Bezug auf Kasten der katholischen Bischofskonferenz in Indien, Tiruchirappalli, 4. - 14. Januar 1982).“

Die bischöfliche Website erklärte, dass der Sonntag der dalitischen Befreiung „im Volk Gottes die Hoffnung geweckt hat, dass es in seinem Kampf um die Forderungen nach gleichen Rechten für dalitische Christen und dalitische Muslime und die Anstrengungen, Gemeinschaften der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freude zu bilden, von Gott geführt wird.“

[Übersetzung aus dem Englischen von Anna Finkbeiner]