Indischer Medientag 2007: Kirche ermutigt zur Medienerziehung für Kinder

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NEU-DEHLI, 13. November 2007 (ZENIT.org).- Am kommenden Sonntag wird in Indien der nationale Medientag 2007 begangen. Er steht im Zeichen des Themas, das Benedikt XVI. für den diesjährigen Weltmedientag vorgeschlagen hatte: „Kinder und Soziale Kommunikationsmittel – eine Herausforderung für die Erziehung“. Der Weltmedientag wurde im Mai begangen.



Der Erzbischof von Bombay, Oswald Gracias, den der Papst am 24. November im Rahmen eines feierlichen Konsistoriums im Vatikan in den Rang eines Kardinals erheben wird, hat die indischen Gläubigen dazu aufgefordert, die Hinweise des Heiligen Vaters zum Umgang mit den Medien zu beherzigen.

Die indische Bischofskonferenz berichtete, dass viele Diözesanstellen die päpstliche Botschaft zum 41. Weltmedientag in die jeweiligen lokalen Sprachen übersetzt hätten.

Erzbischof Gracias riet den Gemeinden, den Mediensonntag mit besonderen Eucharistiefeiern zu begehen, vorzugsweise unter Beteiligung der Medienschaffenden und Künstlern, und das Motto des Tages vor allem mit Blick auf die Aufgabe der Medienfachleute zu vertiefen.

Benedikt XVI. bekräftigt in seiner Botschaft: „Medienerziehung sollte positiv sein. Wenn man Kindern das, was ästhetisch und moralisch herausragend ist, vermittelt, hilft man ihnen, Wertschätzung, Klugheit und Urteilsvermögen zu entwickeln. Hier ist es wichtig, den fundamentalen Wert des Vorbilds der Eltern zu erkennen und den Nutzen, junge Menschen in die klassische Jugendliteratur für Kinder, die schönen Künste und wertvolle Musik einzuführen.“

Nach Worten von Erzbischof Gracias sollten Fernsehsendungen oder Videospiele nach Kategorien wie Schönheit, Güte und Wahrheit ausgesucht werden.

Die indischen Bischöfe erklärten in einem gemeinsamen Schreiben: „Wahre Bildung hilft Kindern, jene Themen oder Situationen zu vermeiden, die sie unter dem Deckmantel der Freiheit innerlich auszehren oder täuschen.“ Außerdem wiesen sie auf die Gefahr hin, dass die Medien mitunter einen „geradezu zwanghaften Wunsch nach Neuheit“ wecken. „Es wäre ideal, wenn Kinder lernen könnten, selber das Beste für sich zu auszuwählen, damit sie in Güte und Freude wachsen.“