INDONESIEN beklagt 1100 Tote und 2400 Verletzte

Caritas versorgt die Menschen nach dem Erdbeben auf Sumatra mit humanitärer Hilfe

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PADANG, 17. Oktober 2009 (ZENIT.org).-Rund eine Woche nach dem Erdbeben in Sumatra ist die Zahl der Opfer nach Angaben des Beigeordneten UN-Generalsekretärs für Humanitäre Angelegenheiten, John Holmes, auf insgesamt rund 1.100 gestiegen. Wie ein Sprecher des indonesischen Ministeriums für Naturkatastrophen, Tugyo Bisri, mitteilt, liegt die Zahl der Verletzten bei über 2.400, während immer noch tausende Menschen unter den Trümmern vermisst werden.

„Nach dem Schock des Erdbebens haben die Menschen einen weiteren Schock erlitten; nach dem Trauma der Toten, gab es weitere Traumata; zum Schmerz über den Verlust der Angehörigen kam der Kampf ums Überleben. In wenigen Sekunden war alles zunichte, was man ein ganzes Leben lang aufgebaut hat. Die Menschen in Padang leben heute in der Angst und sie brauchen dringend Hilfe“, heißt es in einem Bericht von Caritas Internationalis, der dem Fidesdienst vor liegt. Caritas Internationalis koordiniert die Mitarbeiter verschiedener Caritasverbände (Australien, Deutschland, USA, Irland), die nach dem Erdbeben auf der Insel Sumatra vor allem in der Region um Padang Hilfe leisten.

„Caritas und die Partnerorganisationen sind seit langem in dieser Region tätig und versuchen nun die notwendige Hilfe zu leisten“, betont Tim O’Connor von Caritas Australia.

Die Mitarbeiter der Caritas arbeiten im „Caritas Sumatran Earthquake Emergency Response Team“ zusammen und stellen dort ihre Kompetenz und ihr Knowhow für die Nothilfe und für die Planung langfristiger Hilfsprogramme zur Verfügung.


Zunächst verteilt Caritas vor allem in den entlegenen Dörfern die notwendigen Hilfsmittel (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Kleidung). Insbesondere handelt es sich dabei um die Ortschaften Tarpaulins, Lurah Ampalo (wo 70 Prozent der Wohnungen zerstört wurden) und andere Orte, wo rund 27.500 Menschen vom Nothilfe-Team der Caritas versorgt werden.

Nach Schätzungen des Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfen der Vereinten Nationen (OCHA) wurden allein auf der Insel Padang 80-90% der Einrichtungen der Regierung beschädigt und über 100.000 Wohnungen zerstört. Rund 70 Prozent des Wasserversorgungssystems wurden beschädigt, was die Versorgung mit Trinkwasser für 60 Prozent der Bevölkerung beeinträchtigt oder gar unmöglich macht.