Inkonsequente Christen sind ein Skandal

Predigt des Papstes in Santa Marta

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 549 klicks

In der Predigt während der Messe in Santa Marta sagte Papst Franziskus, ein Christ, der nicht konsequent sei, sei ein Skandal, und Skandale würden töten. Während der Messe fand eine Firmung statt. Sie zeige, so der Pontifex, dass ein Mensch, der dieses Sakrament erhalte, seine Freude kund tue, Christ zu sein. Christ zu sein bedeute, Zeugnis von Jesus Christus abzulegen und wie ein Christ zu denken, zu fühlen und zu handeln. Man könne sagen, dass man gläubig sei; aber wenn einer dieser Aspekte nicht erfüllt werde, sei man kein Christ. Es gebe viele Christen, die inkonsequent lebten.

„Wir haben vom Apostel Jakobus gehört, was er zu einigen inkonsequenten Menschen sagt, die sich etwas darauf einbilden, Christen zu sein, jedoch weiter nichts tun, als diejenigen auszunutzen, die von ihnen abhängig sind. Er sagt: ‚Die Klagerufe derer, die eure Ernte eingebracht haben, dringen zu den Ohren des Herrn der himmlischen Heeren.‘ Der Herr ist stark. Wenn einer das hört, wird er sagen: ‚Das hat ein Kommunist gesagt!‘ Nein, nein, das hat der Apostel Jakobus gesagt! Das ist das Wort des Herrn. Das ist die Inkonsequenz. Und wenn es keine christliche Konsequenz gibt, wenn man mit dieser Widersprüchlichkeit lebt, ist das ein Skandal. Und die Christen, die nicht konsequent leben, sind ein Skandal.“

Papst Franziskus sagte, Jesus spreche gegen den Skandal. Oft höre er sagen: ‚Pater, ich glaube an Gott, aber nicht an die Kirche, denn ihr Christen sagt das eine und macht das andere‘ oder ‚Ich glaube an Gott, aber nicht an euch‘. Dies sei eine Folge der mangelnden Konsequenz.

„Wenn du vor einem Atheisten stehst und er sagt dir, dass er nicht an Gott glaubt, kannst du eine ganze Bibliothek vorlesen, in der geschrieben steht, dass es Gott gibt, und auch wenn du beweisen kannst, dass es Gott gibt, wird er keinen Glauben haben. Aber wenn du dem Atheisten ein konsequentes christliches Leben zeigst, wird es in seinem Herzen zu arbeiten beginnen. Es wird dein Zeugnis sein, das die Unruhe erzeugen wird, auf der der Heilige Geist aufbauen wird. Das ist eine Tugend, um die wir alle, die ganze Kirche bitten müssen: „Herr, mögen wir konsequent sein‘.“

Der Papst sagte abschließend, man müsse beten, um ein konsequentes christliches Leben zu führen. Die christliche Konsequenz sei ein Geschenk Gottes, das man erbitten müsse. Wenn man schwach werde, müsse man um Vergebung bitten.

„Wir alle sind Sünder, alle, aber wir haben alle die Fähigkeit, um Vergebung zu bitten. Und er wird nie müde, zu vergeben! Die Demut haben, um Vergebung zu bitten: ‚Herr, ich bin hier nicht konsequent gewesen. Vergebung!‘ Mit christlicher Konsequenz im Leben weitergehen, mit dem Zeugnis dessen, der an Jesus Christus glaubt und weiß, dass er ein Sünder ist, aber der den Mut hat, um Vergebung zu bitten, wenn er einen Fehler macht, und Angst davor hat, zu schockieren. Möge der Herr uns allen diese Gnade erteilen.“