Internationale Tagung „Christenverfolgung weltweit“ in München

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MÜNCHEN, 10. Juli 2007 (ZENIT.org).- Eine internationale Expertentagung zum Thema „Christenverfolgung weltweit“ wird am kommenden Montag (16. Juli 2007) in München stattfinden.



Auch wenn die Verfolgung und Diskriminierung von Christen und anderen religiösen Minderheiten weltweit zunehmen sollen, finden hierzulande nur wenige dieser Fälle auch den Weg in die Schlagzeilen. Eine Ausnahme bildete die Hinrichtung dreier Christen im türkischen Malatya im April 2007.

Die Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hans-Seidel-Stiftung hat dies zum Anlass genommen, um das aktuelle Thema aufzugreifen und in den Mittelpunkt einer internationalen Expertentagung zu stellen, die von 16.00 bis 20.30 Uhr im Konferenzzentrum der Hans-Seidel-Stiftung in der Lazarettstraße 33 (vgl. Anfahrtsplan) abgehalten wird.

Eröffnet und moderiert vom Präsidiumsmitglied des Europäischen Parlaments, Dr. Ingo Friedrich, gewähren Experten zunächst anhand von Länderberichten aus Irak, Sudan, Ägypten und Türkei einen Einblick in Konfliktentstehung, aktuelle Lage und Handlungsbedarf hinsichtlich dieser vier ausgewählten Brennpunkte.

In rund 50 Staaten der Erde werden nach Angaben der Stiftung heute über 200 Millionen Menschen christlichen Glaubens diskriminiert, bedrängt oder mit dem Tode bedroht. Das Jesuswort: „Ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden“ (Mt 10,22), sei auch heute noch aktuell.

In einem gemeinsamen Antrag von CDU/CSU und SPD wurde die deutsche Bundesregierung deshalb aufgefordert, die Verfolgung von Christen insbesondere während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft verstärkt zu thematisieren. Es reiche nicht aus, nur allgemein von Menschenrechten zu sprechen; die religiöse Verfolgung müsse als solche klar benannt und angeprangert werden.

Den zweiten Teil der Tagung bildet eine Podiumsdiskussion mit Dr. Peter Gauweiler, Professor Thomas Schirrmacher, Dr. Albert Maximilian Schmid, Dr. Hermann Vorländer und anderen Teilnehmern, die unter dem Titel „Solidarität mit verfolgten Christen“ die Möglichkeiten und Grenzen bayerischer, deutscher und europäischer Politik ausloten.

Wer teilnehmen will, wird gebeten, sich mittel E-Mail (hildmann@hss.de) anzumelden.