Internationaler Kongress der Fokolar-Bewegung in Budapest (Ungarn)

Voraussichtlich 11.000 Teilnehmer aus aller Welt

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BUDAPEST/ROM, 6. September 2006 (ZENIT.org).- "Weltweite Geschwisterlichkeit als Chance für die Gesellschaft von heute" lautet das Motto der internationalen Begegnung der Fokolar-Bewegung am 16. September in der ungarischen Hauptstadt Budapest, die zugleich an den ungarischen Aufstand vor 50 Jahren erinnern will.



Zum internationalen Treffen in der Budapester Sportarena werden 11. 000 Teilnehmer aus allen Kontinenten erwartet. Menschen aus 64 Ländern werden versuchen, mögliche Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu formulieren. Anhand von Vorträgen, Erfahrungsberichten und künstlerischen Beiträgen werden die positiven Auswirkungen bereits verwirklichter Initiativen gelebter Brüderlichkeit auf alle Bereiche der heutigen Gesellschaft sichtbar gemacht.

"Keine Utopien, sondern faszinierende Antworten, die jeder Einzelne geben kann", das wollen die Veranstalter in Budapest erreichen. Konkret sollen dabei die negativen Aspekte der Globalisierung angesprochen und einige Eckpunkte für eine christliche Sozialpolitik dargelegt werden.

Neben Diskussionsrunden mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Recht, Kunst, Pädagogik, Medien und Gesellschaftspolitik werden richtungweisende Projekte vorgestellt, wie etwa die Initiative "Kommunion in der Wirtschaftswelt" oder ein erfolgreiches Projekt zur Eindämmung der Immunschwäche Aids, das in Afrika in Einsatz ist.

Höhepunkt der Veranstaltung ist nach Angaben der Organisatoren das Grußwort von Chiara Lubich, Gründerin der Fokolar-Bewegung. Sie spricht zum Thema: "Unsere Antwort auf die kulturelle und kollektive Nacht".

Die Gruppe der "Freiwilligen" innerhalb der 1943 in Trient (Italien) gegründeten Fokolar-Bewegung entstand 1956. In den Tagen, die dem internationalen Kongress vorausgehen, werden sich rund 9.000 von ihnen in Budapest treffen, um über ihre christlichen Wurzeln nachzudenken und ihre Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft zu erneuern.

Über die die Webseite der Begegnung Budapest 2006 lassen sich ab dem 15. September einige Veranstaltungen im Internet per "Life-Stream" mitverfolgen.

Die Fokolar-Bewegung ist heute in 182 Ländern vertreten. Sie zählt mehr als 100 000 Mitglieder; mehr als 4,5 Millionen Menschen stehen mit ihr weltweit in Verbindung. In Österreich, wo die Bewegung seit fast 40 Jahren besteht, gibt es 1.300 Mitglieder und über 20 000 Sympathisanten.

Die Fokolar-Bewegung steht allen Menschen offen, unabhängig von Alter, Lebensstand, Konfession oder Religion. 1962 wurden ihre Statuten von der katholischen Kirche approbiert, es gehören ihr aber auch Menschen anderer christlicher Konfessionen und Religionen an. Sie alle haben den Wunsch, zur Verwirklichung einer geeinteren Welt beizutragen.