Internationales Festival für Sakralmusik und Kunst

In diesem Jahr ist der Event Papst Franziskus gewidmet

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 311 klicks

Vom 29. Oktober bis zum 10. November findet in Rom und im Vatikan das 12. „Festival internazionale di musica e arte sacra“ statt. Der Event vereint Musik von höchstem Niveau mit wichtigen heiligen Orten und findet nicht nur in den päpstlichen Basiliken Roms statt. Das Festival wird von der Stiftung „Pro Musica e Arte Sacra“ unterstützt. In diesem Jahr werden neben anderen namenhaften Künstlern die Wiener Philharmoniker zu Gast sein; das Repertoire der Konzerte geht von der Musik der Renaissance bis zu derjenigen des 20. Jahrhunderts. Alle Konzerte haben freien Eintritt.

Das Festival gilt in seiner Form als einzigartig. Die diesjährige Veranstaltung ist Papst Franziskus gewidmet, im Jahr seiner Ernennung. In einem Interview mit Radio Vatikan sagte der Honorarpräsident der Stiftung „Pro Musica e Arte Sacra“, Kardinal Angelo Comastri, man werde die spirituellen Verbindungen und den Einklang zwischen Papst Franziskus und dem heiligen Franz von Assisi, seinem Namenspatron, näher beleuchten.

Er sagte, das Festival wolle die Sakralmusik, die in einem religiösen Kontext entstanden sei und heute ein wenig vernachlässigt werde, wiederbeleben. In Zusammenhang mit der musikalischen Aufarbeitung würden jedes Jahr auch einige bedeutende Kunstgegenstände restauriert werden. Diese Symbiose zwischen Musik und Kunstwerken habe eine besondere Bedeutung und sei als Botschaft zu verstehen. In der heutigen Gesellschaft gebe es viele Arten von Botschaften, oft seien sie frivol und banal. In diesem Fall handele es sich um eine „reine“ Botschaft, die die Menschen einlade, den Sinn für die authentische Schönheit wiederzuentdecken.

Der Gründer und Präsident der Stiftung, Hans Albert Courtial, sagte gegenüber Radio Vatikan bezüglich der Widmung des diesjährigen Festivals an Papst Franziskus: „Ein besonderer Termin wird die ‚Misa a Buenos Aires‘ sein, die in der Basilika des Heiligen Ignatius vom Chor des Kölner Doms unter Mitwirkung des Gürzenich-Orchesters aus Köln unter der Leitung von Metternich aufgeführt wird. Es handelt sich dabei um ein Werk des Argentiniers Martin Palmeri, der ebenfalls bei der Aufführung anwesend sein wird. Das Konzert fügt sich perfekt in das Ziel des Festivals ein, die Menschen für kirchliche Musik zu sensibilisieren und die Musik in einem Kirchenraum zu genießen. So soll das Publikum auch für die Arbeit der Stiftung sensibilisiert werden, die sich mit Hilfe von Spenden um die Restaurierung wichtiger Kunstwerke kümmert.“

Die Internationalität des Festivals ergibt sich aus den Teilnehmern: der bischöfliche Chor des Patriarchen von Moskau, der Chor der Kapella Sistina oder das IlluminArt Philarmonic Orchestra und der Chor Japans, die zeigen, dass auch Musik für einen interreligiösen Dialog stehen kann.

Weitere Informationen können folgender Seite entnommen werden: http://www.festivalmusicaeartesacra.net/