Internationales Projekt zur Rettung Pompejis

Ausbildung, Forschung und Restaurierung ab dem Sommer 2014

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 279 klicks

Pompeji zählt zu den bekanntesten archäologischen Ausgrabungsstätten der Welt; rund zweieinhalb Millionen Besucher kann Pompeji jährlich verzeichnen. Doch das Kulturgut ist in Gefahr. Wind und Wetter ausgesetzt, besteht die Gefahr großer Schäden, wenn nicht sofort eingegriffen wird. Abhilfe soll nun das „Pompei Sustainable Preservation Project“ schaffen, das ab dem Sommer 2014 starten wird.

„Das Projekt sieht die Untersuchung und Entwicklung von Methoden und Technologien für die unaufschiebbaren Restaurierungs- und Sicherungs-Maßnahmen der antiken Gebäude vor, um einem weiteren Verfall vorzubeugen und die Besucher zu schützen“, erklärt Daniele Malfitana, Direktor des „Istituto per i beni archeologici e monumentali del Consiglio nazionale delle ricerche“ (Ibam-Cnr).

Der Arbeitsplan wurde in zehn Jahren vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP), vom Institut für Restaurierung der Technischen Universität München (TUM) und vom „International Center for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Property“ (Iccrom) unter Beteiligung des „Istituto per i beni archeologici e monumentali del Consiglio nazionale delle ricerche“ (Ibam-Cnr) in Catania ausgearbeitet und umfasst drei Hauptpunkte: Ausbildung, Forschung und Restaurierung.

Die Institute werden außerdem mit der „Soprintendenza speciale per i beni archeologici“ in Neapel und Pompeji sowie mit dem „Istituto superiore per la conservazione ed il restauro“ zusammenarbeiten, damit Pompeji zu einem Forschungszentrum für Erhaltungsmaßnahmen antiker Architektur wird. In das Programm werden auch die „School of Geography and Environment dell'Università“ in  Oxford, der Lehrstuhl für Alte Geschichte am Historicum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU München), das Deutsche Archäologische Institut (DAI) in Rom und die Universität von Pisa eingebunden. Konzentriertes Wissen und große Erfahrung zeichnen das internationale Projekt aus.

Das Projekt dient außerdem der Nachwuchsförderung: Vor Ort soll eine neue Generation von Forschern und Restauratoren aus verschiedenen Ländern ausgebildet werden, die sich mit den Fachexperten austauschen können. Die in Pompeji gewonnenen Ergebnisse sollen in Zukunft auch auf andere archäologische Stätten angewandt werden. Die Maßnahmen stellen eine Vervollständigung und Erweiterung des „Grande Progetto Pompeji“ dar.