Interreligiöser Rat fordert Respekt für Heilige Stätten in der Heimat Jesu

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WASHINGTON D.C., 12. November 2007 (ZENIT.org).- Hochrangige Religionsvertreter aus dem Heiligen Land haben ihre Bereitschaft bekräftigt, die Sache des Friedens in der Heimat Jesu voranzutreiben und jene Orte zu schützen, die von den verschiedenen religiösen Traditionen als Heilige Stätte verehrt werden.



Der „Rat des religiösen Institutionen im Heiligen Land“ („Council of Religious Institutions of the Holy Land“) bekannte sich am Freitag nach einem mehrtägigen Treffen in Washington zu dieser gemeinsamen Verpflichtung.

„Wir, die Gläubigen dreier Religionen, haben uns in diesem Land niedergelassen: Juden, Christen und Muslime. Es liegt in unserer Verantwortung, den richtigen Weg zu finden, um in Frieden miteinander zu leben, anstatt einander zu bekämpfen und zu töten“, heißt es in einer entsprechenden Presseerklärung.

Zehn Mitglieder des Rates waren nach Angaben der „Holy Land Christian Ecumenical Foundation“ im Rahmen der Tagung mit Vertretern der US-Regierung und religiösen Hirten des Landes zusammengekommen.

Eine ihrer Hauptforderungen lautet: „Jede religiöse Gemeinschaft sollte mit den Heiligen Stätten der anderen Religionen in einer Art und Weise umgehen, dass sie deren Integrität und Unabhängigkeit respektiert und jede Form von Entweihung, Aggression oder Schaden vermeidet.“

Zur Delegation gehörten Oberrabbiner David Rosen (Präsident des Internationalen Jüdischen Komitees für Interreligiöse Konsultationen), Seine Seligkeit Michel Sabbah (Lateinischer Patriarch von Jerusalem) und Scheich Tayser Rajab al-Tamimi (Oberster Justiziar des Scharia-Gerichtshofs in Palästina).

Am vergangenen Montag waren die Mitglieder des Ältestenrates der religiösen Hirten und Führer in Palästina darin übereingekommen, einen eigenen palästinensischen Zweig des „Religions for Peace Interreligious Council“ zu gründen.