Irak: Entführter chaldäischer Priester in Bagdad freigelassen

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BAGDAD, 19. Juni 2007 (ZENIT.org).- Die Entführung des chaldäischen Priesters Hanni Abdel Ahad und fünf Jugendlicher in der irakischen Hauptstadt Bagdad hat nach zwölf Tagen einen glimpflichen Ausgang genommen: Waren die Jugendlichen schon früher nach und nach freigelassen worden, so konnte der Weihbischof von Bagdad, Shlemon Warduni, nun den frei gelassenen 33-jährigen chaldäisch–katholischen Pfarrer in seiner Residenz aufnehmen.



Irakische Christen berichteten in dem Internet-Blog „Baghdadhope“, dass es sich bei dem Vorfall um die achte gewaltsame Entführung eines chaldäischen Priesters gehandelt habe. Für die Freilassung des Geistlichen ist möglicherweise die Zahlung eines hohen Lösegelds verantwortlich.

Die Entführungen seien „Teil der Verfolgung der irakischen Christen und eine wirksame Methode, um in der schon stark reduzierten christlichen Hauptstadt-Gemeinde Angst und Schrecken zu säen“, heißt es in dem Blog. P. Hanni Abdel Ahad war am 6. Juni verschleppt worden.