Irak: Patriarch Emmanuel III. Delly von Bagdad hofft nach dem Tod von Mussab al-Zarqawi auf Entspannung

| 545 klicks

BAGDAD, 9. Juni 2006 (ZENIT.org).- Der Tod des Terroristen Abu Mussab al-Zarqawi und die nun abgeschlossene Bildung der irakischen Regierung sind für Erzbischof Emmanuel III. Delly, den Patriarchen der Chaldäer, Hoffnungszeichen dafür, "dass die Gewalt aufhören könnte".



"Wir hoffen sehr, dass die Gewalt, die uns foltert, nun zu Ende geht", sagte der Erzbischof gemäß einem Bericht von "AsiaNews" unmittelbar nach dem Luftangriff der US-Streitkräfte gestern, Donnerstag, auf ein Haus in Baquba, 60 Kilometer nördlich von der irakischen Hauptstadt Bagdad, bei dem neben Zarqawi noch sieben weitere Personen umgekommen waren. Auf den Terroristen, der als Gefolgsmann von Osama bin Laden galt, war ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar ausgesetzt gewesen.

Angesichts dieser Vorgänge bekräftige Erzbischof Delly allerdings, "dass die beste Lösung immer das Gespräch und nie das Töten ist. Sich aufgrund persönlicher Motive gegenseitig umzubringen, daraus kann nichts Gutes hervorgehen. Einander lieben, nicht einander töten – das ist der Weg, der eingeschlagen werden muss."

Der irakische Außenminister Zebari erklärte gegenüber BBC, dass die "Eliminierung" des Anführers des Terror-Netzwerkes al-Qaida im Irak zwar einen schweren Schlag für den Terrorismus bedeute, dass die Welle der Gewalt dadurch aber noch nicht gestoppt sei.