Islam-Experte Maurice Borrmans: Christen und Muslime sind zum Miteinander berufen

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ROM, 30. August 2007 (ZENIT.org).- Christen und Muslime sind in den Augen des Islam-Experten Maurice Borrmans dazu berufen, miteinander zu leben, weil sie dazu aufgerufen sind, „im Dienst am Gemeinwohl als Freunde zusammenzuarbeiten“.



Die jüngste Veröffentlichung des Angehörigen der Gesellschaft der Afrikamissionare (Weiße Väter) trägt den Titel „ABC per capire i musulmani“ („Das ABC zum Verständnis der Muslime“) und erschien vor kurzem im italienischen Verlag „San Paolo“. In dem Taschenbuch erfährt man Näheres über grundlegende Begriffe aus der arabischen Welt wie „sharia“ (Gesetz), „jihad“ (Einsatz) oder auch „Dîn“, „Dunyâ“ und „Dawla“ (Religion, Gesellschaft, Staat). In Italien leben rund 500.000 Muslime (rund ein Prozent der Gesamtbevölkerung).

Das Kompendium des Afrikamissionars führt nicht nur in die Geschichte, die Quellen und die Begriffswelt des Islam ein, sondern informiert auch über die Entwicklung der Beziehungen zwischen Vatikan und islamischer Welt, die nach Einschätzung des Autors eine „christliche Herausforderung“ darstellt und eines theologischen Klärungsprozesses bedarf, der auf einer „prophetischen Verantwortung“ gründet.

Der frühere Dozent am Päpstlichen Institut für Arabische und Islamische Studien (PISAI) lebte vor seiner dreißigjährigen Tätigkeit als Dozent in Rom rund zwanzig Jahre in Algerien und Tunesien. P. Bormanns ist ehemaliges Mitglied des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog und lebt heute als emeritierter Universitätsprofessor in Lyon (Frankreich).