Israel fordert Anerkennung durch das palästinensische Volk

Stellungnahme der israelischen Botschaft beim Heiligen Stuhl zum UNO-Entschluss

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ROM, 03. Dezember 2012 (ZENIT.org). ‑ Am 29. November akzeptierte die UN-Vollversammlung den Antrag des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Abu Mazen, hinsichtlich der Anerkennung des Staates Palästina als Beobachterstaat, d.h. Nichtmitgliedstaat ohne Stimmrecht innerhalb der UNO. Beobachterstaaten sind ansonsten nur die Schweiz und der Vatikan.

In einer Pressemitteilung vom 30. November teilte die israelische Botschaft beim Heiligen Stuhl mit, Israel sei bereit zu einem friedlichen Zusammenleben mit einem palästinensischen Staat.

„Aber“, heißt es in dem Kommuniqué, „um einen dauerhaften Frieden zu erhalten, muss die Sicherheit Israels gewährleistet sein. Die Palästinenser müssen den Staat Israel anerkennen und bereit sein, den Konflikt beizulegen.“

Die Pressemitteilung hebt außerdem hervor, Israel habe seine Bereitschaft, mit den arabischen Nachbarstaaten Frieden zu schließen, bereits mehrmals bewiesen, zum Beispiel durch die mit Ägypten und Jordanien unterschriebenen Verträge.

„Israel hat den Frieden mit dem palästinensischen Volk gesucht, aber in den letzten vier Jahren haben die Palästinenser die wiederholten Aufforderungen zum Dialog immer wieder abgelehnt“, so die Aussage der israelischen Botschaft beim Heiligen Stuhl.

„Der Weg zum Frieden“, endet das Kommuniqué, „verläuft zwischen Jerusalem und Ramallah und führt nicht über New York. Die einzige Möglichkeit, den Frieden zu erreichen, sind direkte Verhandlungen zwischen den beiden Parteien.“

[Übersetzung des italienischen Originals von Alexander Wagensommer]