Israel gedenkt der Opfer des Holocausts

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ROM, 26. April 2006 (ZENIT.org).- Israel beging am Dienstag den Gedenktag an jene "sechs Millionen" Juden, die durch die Shoah ums Leben kamen. Nobelpreisträger Shimon Peres besuchte aus diesem Anlass in seiner polnischen Heimat das ehemalige NS-Konzentrationslager Auschwitz. "Radio Vatikan" widmete den Gedenkfeierlichkeiten eine Sondersendung.



Die Feierlichkeiten zum Gedenktag, der eine Woche vor dem Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel abgehalten wird, wurden am Montag beim Mahnmal von Yad Vashem in Jerusalem begonnen. Der Name der 1953 gegründeten Holocaust-Gedenkstätte spielt auf "Denkmal" (Iad) und "Namen" (ha-Shem) an und geht auf Jesaja 56,5 zurück, wo es heißt: "Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal, ich gebe ihnen einen Namen, der mehr wert ist als Söhne und Töchter: Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals getilgt wird." Angesichts der erhöhten Terrorgefahr finden die Feiern in Israel unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt.

In Polen begleitete der interimistische israelische Parlamentspräsident Shimon Peres einen Trauer- und Versöhnungsmarsch von tausenden jüdischen Jugendlichen, die extra aus Israel und anderen Teilen der Welt angereist waren, zu den Vernichtungslagern von Auschwitz-Birkenau.

Bei seinem Polenbesuch vom 25. bis zum 28. Mai diesen Jahres wird Papst Benedikt XVI. neben Warschau, Tschenstochau, Krakau, Wadowice und Kalwaria Zebrzydowska auch Auschwitz besuchen. Seine Pastoralreise in die Heimat seines Vorgängers Papst Johannes Paul II. (1920-2005) steht unter dem Motto: " "Seid stark im Glauben."