Israel: Verschärfte Reisebestimmungen erschweren Seelsorge in Palästina

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JERUSALEM, 27. September 2007 (ZENIT.org).- Die Israelische Regierung gewährt christlichen Hirten mit arabischem Hintergrund, die in die besetzten Palästinensergebiete gelangen oder diese verlassen wollen, keine formlosen Ein- oder Ausreisevisa mehr.



Nach Informationen, die der „Holy Land Christian Ecumenical Foundation“ seitens christlicher Pastoralmitarbeiter und Priester zugegangen ist, wird die Einreise und die Ausreise momentan allen Personen verweigert, die nicht im Besitz der neuen erforderlichen Rückreise- beziehungsweise Weiterreisevisa sind, die im israelischen Konsulat eigens für jede Reise beantragt werden müssen.

Die neue Regelung erschwert es den Seelsorgern erheblich, ihre Gemeinden zu besuchen und zu betreuen. Bisher war der Nachweis über eine genehmigte Ein- oder Ausreise für christliche Geistliche relativ leicht zu beantragen. Dieser Vorgang kann nun Monate in Anspruch nehmen.

Die „Holy Land Christian Ecumenical Foundation“ berichtete etwa über das Schicksal von P. Fares Khleifat, dem einzigen griechisch-melkitischen Priester in Ramallah, der jüngst für einige Tage ins Jordanland gereist ist. Auf dem Weg zurück zu seiner Pfarrei wurde er am 14. September an der israelischen Grenze angehalten. Das „Multiple-entry Visum“, das er bei sich hatte, wurde ihm auf der Stelle eingezogen. Nun muss sich der Priester weiterhin im Jordanland aufhalten. Seine Pfarre ist seitdem verwaist.