Israelischer Staatspräsident und saudiarabischer Außenminister begegnen dem Papst

Gespräche über die Förderung des Friedens im Nahen Osten

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ROM, 6. September 2007 (ZENIT.org).- Im Rahmen ihres Aufenthalts in Italien wurden am Donnerstagvormittag der Präsident des Staates Israel, Shimon Peres, und der Außenminister der Königreichs Saudi-Arabien, Prinz Saud Al Faisal, von Papst Benedikt XVI. in der Sommerresidenz von Castel Gandolfo in Audienz empfangen.



Im Anschluss an die Begegnung mit dem Papst wurde der israelische Staatspräsident von Kardinal-Staatsekretär Tarcisio Bertone empfangen. Dieses Treffen fand in Anwesenheit von Erzbischof Dominique Mamberti statt, dem Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, und Oded ben-Hur, dem Botschafter des Staates Israel beim Heiligen Stuhl.

Wie der vatikanische Pressesaal mitteilte, ermöglichten die herzlichen Gespräche einen Informationsaustausch über die jüngste Wiederaufnahme der Kontakte zwischen Israelis und Palästinensern. Sie dienen der Wiederherstellung des Friedens im Heiligen Land unter Achtung der Resolutionen der Vereinten Nationen und der bisher geschlossenen Abkommen.

Es wurde der Wunsch geäußert, dass angesichts der gegenwärtigen internationalen Situation, die mit der für November geplanten internationalen Konferenz besonders günstig erscheine, jede der beiden Seiten alles unternehmen möge, um den Erwartungen ihrer Völker zu entsprechen, die der Konflikte überdrüssig seien, die seit nunmehr 60 Jahren andauern und weiterhin Tot und Zerstörung säen.

Gesprächsgegenstand waren auch die Beziehungen zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl. Diesbezüglich wurde der Wunsch zu einem raschen Abschluss der noch laufenden wichtigen Verhandlungen sowie nach der Einrichtung eines ständigen Dialogs zwischen den Autoritäten Israels und den lokalen christlichen Gemeinden zum Ausdruck gebracht. Dies soll einer vollen Teilnahme der christlichen Gemeinden an den Bemühungen zur Förderung des Gemeinwohls zugute kommen. Präsident Peres erneuerte gegenüber Benedikt XVI. seine Einladung zu einem Besuch im Heiligen Land.

In den Gesprächen mit dem Außenminister des Königreichs Saudi-Arabien, Prinz Saud Al Faisal, ging es vor allem um die Verteidigung der religiösen und moralischen Werte, den Konflikt im Nahen Osten, die politische und religiöse Lage Situation in Saudi-Arabien, die Bedeutung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs sowie um den Beitrag der Gläubigen der verschiedenen Religionen zur Förderung des Friedens unter den Menschen und Völkern. Es wurde zudem der Wunsch vorgebracht, gemeinsame Initiativen zur Förderung des Friedens zu unternehmen.