Italienische Bischofskonferenz: „Seid Zeugen des auferstandenen Jesus, Hoffnung der Welt“

Botschaft zum vierten italienischen Katholikentag im November

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ROM, 10. Oktober 2006 (ZENIT.org).- Der vierte italienische Katholikentag, der vom 16. bis zum 20. Oktober 2006 in Verona stattfindet, steht unter dem Motto: „Zeugen des auferstandenen Jesu, Hoffnung der Welt“. Papst Benedikt XVI. wird nach Angaben des Heiligen Stuhls zu diesem Anlass in die norditalienische Stadt kommen und eine Ansprache halten.



Der erste landesweite Kongress der Kirche in Italien fand 1976 in Rom zum Thema Evangelisation statt. 1985 ging es in Loreto um „Christliche Versöhnung und menschliche Gemeinschaft“, 1995 in Palermo um „Das Evangelium der Liebe für eine neue Gesellschaft in Italien“.

Beim diesjährigen Katholikentag wird auch einer Diskussionsrunde mit Vertretern der Europäischen Union stattfinden, bei der unter anderem der slowakische Professor Jan Figel teilnimmt, seines Zeichens EU-Kommissar für Bildung, Kultur und Mehrsprachigkeit.

Die italienischen Bischöfe unterstreichen in ihrer Botschaft zum Katholikentag, dass das Evangelium einen bleibenden Wert besitze und die treue Liebe Gottes an die Menschen weitergebe. Das Evangelium in einer sich verändernden Welt verkünden heiße, auf die Erfahrung zu bauen, „dass Gott dieser Welt immer – auch heute – seine Liebe schenkt. Die Herausforderung besteht darin, das Evangelium auf verständliche Weise weiterzugeben, so dass es den wirklichen und alltäglichen Weg des Menschen kreuzt“, heißt es in dem Schreiben.

„Wir hätten gerne, dass man auch von uns, der heutigen Kirche, sagen kann, was der heilige Lukas über die erste Gemeinde in Jerusalem sagte: ‚Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen’ (Apg 4,33). Die Kraft dieses Zeugnisses hängt von der Existenz der Gemeinschaft selbst und von deren Lebensstil ab … So war es in der Urkirche, und so soll es auch in unseren heutigen Gemeinden sein.“

Zur Vorbereitung auf die Begegnung in Verona soll ein Zitat aus dem ersten Petrusbrief dienen: „Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung haben und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist“ (1 Petr 1,3-4).

Der Christ sei berufen, von dieser Hoffnung Zeugnis abzulegen, fügen die italienischen Bischöfe hinzu. Und dies sollte nicht nur allein mit Worten geschehen. „Wir müssen unsere Gemeinden durch die Begegnung mit dem Auferstandenen verwandeln, damit sie so einen neuen Lebensstil annehmen.“