Italienische Weihnachtstraditionen - Die Adventszeit

Besinnung und Vorfreude

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 376 klicks

Die Adventszeit beginnt in Italien – wie auch in Deutschland – vier Wochen vor dem Heiligen Abend. Eine Ausnahme bildet die Kirche von Mailand, die aufgrund ihres Schutzpatrons, dem heiligen Ambrosius, sechs Adventssonntage hat.

Bis vor wenigen Jahren war in Italien der Adventskranz mit seinen vier Kerzen noch gänzlich unbekannt. Es stellte sich als äußerst schwierig dar, einen mit Tannenzweigen gebundenen Kranz, geschweige denn die Zweige einzeln zu bekommen. Hier war – und ist – für die in Rom lebenden Deutschen der Weihnachtsbasar der Katholischen Deutschen Gemeinde in Rom in Santa Maria dell’Anima und derjenige der Evangelischen Gemeinde in der Christuskirche die wichtigste Anlaufstelle, wo Tannenzweige und viele andere Dinge der deutschen Weihnachtstradition verkauft wurden und werden. Doch auch diese Tradition hat in Italien Einzug gehalten. Heute findet man Adventskränze und Tannenzweige auch bei den Blumenständen des Campo dei Fiori im Herzen der Altstadt.

Insgesamt gestaltet sich die Vorweihnachtszeit in Italien etwas ruhiger als beispielsweise in Deutschland. So werden die Straßen, Plätze und Geschäfte in der Regel erst mit dem Datum des 1. Advents mit Lichtern und Weihnachtsdekorationen geschmückt; auch finden sich die örtlichen Spezialitäten erst ab frühestens Ende November in den Geschäften.