Italienischer Priester muss wegen Missbrauchsvorwürfen zurücktreten

Glaubenskongregation verordnet Psychotherapie

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 335 klicks

Wie die Tageszeitung der italienischen Bischofskonferenz „Avvenire“ berichtete, hat die vatikanische Glaubenskongregation einen Priester, gegen den wegen Missbrauchsvorwürfen ermittelt wurde, aufgefordert, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen und sich einem „Leben im Gebet“ zu widmen.

Der 64jährige Priester, Mauro Inzoli, war 2012 von der für die Beurteilung schwerer Fälle von Missbrauch durch Priester verantwortlichen Glaubenskongregation aus dem Klerikerstand entlassen worden. Inzoli hatte daraufhin Berufung eingelegt. Inzoli gehörte der Diözese Crema und der Gruppe „Comunione e liberazione“ an. Als Vorsitzender der gemeinnützigen Stiftung „Banco alimentare“ (Lebensmittelstand), die Nahrungsmittel für Arme sammelt, habe er einen ausschweifenden Lebenswandel geführt, so Medienberichte.

Nach dem Urteil der Glaubenskongregation darf Inzoli nicht mehr in seinem Bistum wohnen, darf die Eucharistie nur noch privat feiern und muss mindestens über fünf Jahre eine Psychotherapie machen.