Italienischer Unternehmer vermacht gesamtes Vermögen der Kirche

1,7 Milliarden Euro Erbschaft: Verwaltung nach strengen ethischen Grundsätzen geplant

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ROM, 4. April 2012 (ZENIT.org). - Ein italienischer Unternehmer hat der katholischen Kirche in Bologna sein gesamtes Vermögen im geschätzten Wert von 1,7 Milliarden Euro vermacht, wie die italienischen Medien am Dienstag berichteten.

Der am 17. März im Alter von 50 Jahren an Krebs gestorbene Hersteller von automatischen Torantrieben, Michelangelo Manini, habe der Diözese von Bologna seinen Mehrheitsanteil an seinem Unternehmen FAAC, Grundstücke, Bankkonten sowie Beteiligungen an anderen Firmen hinterlassen.

Damit gehörten der Kirche jetzt 66 Prozent der FAAC-Anteile. Minderheitsaktionär sei die französische Firma Somfy.

„Wir werden unseren Anteile nicht verkaufen", bekräftigte der von der Kirche mit der Verwaltung des Erbes beauftragte Anwalt Andrea Moschetti gegenüber der Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore". Er kündigte an, „ein Unternehmen mit strengen ethischen Grundsätzen zu schaffen".

Die Kirche von Bologna steht damit an der Spitze eines multinationalen Unternehmens: FAAC hat 1000 Mitarbeiter in zwölf Ländern und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von 214 Millionen Euro.

Michelangelo Manini, der Sohn des Firmengründers, war Junggeselle und hatte keine näheren Verwandten. Sein Testament soll er bereits 1992 geschrieben haben.[jb]