Jahresbericht des IOR für das Jahr 2012 veröffentlicht

Transparenz und Sicherheit

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 257 klicks

Gestern, am 1. Oktober, veröffentliche das IOR (Istituto per le Opere di Religione) den Jahresbericht für das Jahr 2012 auf seiner Internetseite: www.ior.va. Bereits im Sommer dieses Jahres hatte das IOR einige Geschäftszahlen zum Jahr 2012 auf der Internetseite der Öffentlichkeit zur Einsicht zugänglich gemacht. Seit gestern liegt der erste Jahresbericht des IOR vor.

„Mit der Veröffentlichung unseres Jahresberichts halten wir unserer Verpflichtung, die Transparenz unserer Aktivitäten zu garantieren, die Treue, und antworten so auf die gerechtfertigten Erwartungen der katholischen Kirche, unserer Kunden, der vatikanischen Autoritäten, unserer entsprechenden Banken und der Öffentlichkeit“, bekräftigt Ernst von Freyberg, Präsident des Aufsichtsrats seit dem 26. Februar 2013 und derzeitiger Generaldirektor ad interim. Die Aktivitäten seien, wie Ernst von Freyberg weiter ausführt, darauf gerichtet, die Sicherheit der anvertrauten Güter zu gewährleisten. Die Finanzpolitik des IOR sei konservativ und durch ein niedriges Risiko gekennzeichnet. Das IOR investiert überwiegend in Titel mit Festzins oder Staatsanleihen. Im Durchschnitt werden weniger als 6 Prozent der Gesamtaktiva in Aktien oder Fonds angelegt, die außerhalb verwaltet werden.

Der Jahresbericht enthält eine Analyse der Geschäftsaktivitäten des Jahres 2012, Informationen über die „corporate governance“, eine Prognose für das Jahr 2013 sowie den Jahresabschlussbericht für das Jahr 2012. Der Jahresabschlussbericht entspricht den „International Financial Reporting Standards“ (IFRS).

Ernst von Freyberg stellt fest: „Für unsere Kunden und das IOR brachte das Jahr 2012 sehr gute wirtschaftliche Ergebnisse.“ 2012 betreute das IOR ein Kapital im Wert von 6,3 Milliarden Euro. Für das Jahr 2013 seien außergewöhnliche Ausgaben anzusetzen, so von Freyberg, die auf die Reform und Neuorganisation und der Steigerung der Zinsen zurückzuführen seien.

Zurzeit führt die „Promontory Financial Group“ eine Analyse aller Kundenkontakte und der durchgeführten Maßnahmen gegen Geldwäsche durch. Gleichzeitig werden die im Mai begonnenen Reformen zur Verbesserung der Strukturen und Abläufe im IOR bis voraussichtlich Ende 2013 realisiert. Am 24. Juni setzte Papst Franziskus eine Päpstliche Kommission ein, die Vorschläge zur Zukunft des Instituts ausarbeiten soll.