Japanischer Premierminister bekräftigt seinen Willen, den Völkern Afrikas zu helfen

Begegnung mit Papst Benedikt XVI. im Vatikan

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ROM, 8. Juli 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. und der japanische Premierminister Taro Aso, der gestern, Dienstag, im Vorfeld des Gipfeltreffens der G8-Staaten in L'Aquila (8.-10. Juli) den Vatikan besuchte, haben sich gemeinsam für die Unterstützung der Völker Afrikas ausgesprochen.

Bei der herzlichen Begegnung seien „verschiedene Themen von internationaler Bedeutung" zur Sprache gebracht worden, heißt es in einer Presseerklärung des Heiligen Stuhls. Insbesondere sei es um die Weltwirtschaftskrise sowie den Einsatz Japans und des Heiligen Stuhls für Afrika gegangen.

Der japanische Botschafter beim Heilige Stuhl, Kagefumi Ueno, erklärte gegenüber ZENIT, dass sein Land die Vorstellungen des Vatikans bezüglich des Schwarzen Kontinents teile: Die ärmsten Länder Afrikas „dürfen nicht Opfer der aktuellen Wirtschaftskrise werden, für die sie nicht verantwortlich sind".

Der Heilige Stuhl und Japan unterhalten nach dem gestern veröffentlichten Kommuniqué „sehr gute Beziehungen". Die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat in Japan sei „harmonisch".

Nach dem Treffen mit dem Papst begegnete der japanische Premierminister Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone SDB, der von Erzbischof Dominique Mamberti, dem Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, begleitet wurde. Mamberti hatte im März dieses Jahres - als erster hochrangiger Vertreter des Vatikans in der 67-jährigen Geschichte der diplomatischen Beziehungen beider Staaten - einen offiziellen Besuch in Japan absolviert. Unter den 127 Millionen Japanern gibt es rund 1 Million Katholiken.