Jedes Jahr über eine Million Kinder sexuell "vermarktet"

Bericht der UNICEF über sexuelle Ausbeutung von Kindern

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ROM, 14. Dezember 2001 (ZENIT.org).- Fast 3.000 Kinder pro Tag werden auf der Welt zu sexuellen Handlungen gegen Bezahlung gezwungen, also etwa eine Million pro Jahr. Dies teilt UNICEF in dem Bericht mit, der anlässlich des zweiten Weltkongresses über sexuelle kommerzielle Ausbeutung verfasst wurde. Der Kongress findet nächste Woche in Japan statt.



In dem am Mittwoch vorgelegten Text heißt es unter anderem, dass in Westafrika 35.000 Kinder anschaffen gehen müssen und 25.000 in der Dominikanischen Republik. In Indien werden zwischen 400.000 und 500.000 Mädchen zur Prostitution gezwungen, in Litauen sind 20 bis 50 Prozent der Prostituierten minderjährig, in Mexiko schätzt man die Zahl auf 16.000.

In den USA hat eine Studie über Jugendliche, die von zu Hause ausgerissen oder obdachlos sind, ergeben, dass 17 Prozent davon von Familienmitgliedern zu Hause gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen gezwungen worden waren.

Diese Ausbeutung macht aber auch vor den Jungen nicht halt. Zwischen 20.000 und 30.000 Minderjährige gehen in Sri Lanka auf den Strich und zwar mehrheitlich Jungen. Das FBI schätzt, dass 50 Prozent des gesamten in den USA sichergestellten pornographischen Materials sich auf Jungen bezieht.

Was den Kinderschmuggel angeht, schätzt die CIA, dass jedes Jahr zwischen 45.000 und 50.000 Kinder illegal in die USA gebracht werden, um sexuell vermarktet oder zu Fabrikarbeit beziehungsweise anderen menschenunwürdigen Arbeiten gezwungen zu werden.