Jerusalemer Patriarch: Libanonreise ist wichtig für gesamte Region

Gewalt in Syrien wirft Schatten auf bevorstehende Reise

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VATIKANSTADT, 31. August 2012 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. wird vom 14. bis 16. September eine Reise durch den Libanon unternehmen. Im Verlauf dieser Reise wird der Papst unter anderem verschiedenen Geistlichen der einheimischen christlichen Gemeinden das Abschlussdokument der Bischofssynode über den Nahen Osten von 2010 überreichen.

Fouad Twal, lateinischer Patriarch von Jerusalem, kommentierte für Radio Vatikan die bevorstehende Papstreise.

„Wir begrüßen diesen postsynodalen Aufruf auf ganz besondere Weise“, sagte der Patriarch. „Er ist wie eine Zusammenfassung dessen, was wir uns für unsere Synode gewünscht haben.“

Twal gab auch zu verstehen, er sei enttäuscht über die Stagnation des interreligiösen Dialogs: „Es hat im Dialog mit den Juden keine großen Fortschritte gegeben, obwohl es Menschen guten Willens gibt.“

Was den Jerusalemer Patriarchen am meisten Sorgen bereitet, ist die Gewalt in Syrien, die unter anderem auch das internationale Augenmerk von den Spannungen und Problemen des Heiligen Landes abgelenkt habe.

„Diese Reise des Papstes ist nicht nur für den Libanon sehr wichtig, sondern für die gesamte Region“, sagte Twal abschließend.

[Übersetzung des englischen Originals von Alexander Wagensommer]