"Jesus Christus als den Herrn verkünden"

Erzbischof Zollitsch würdigt Apostolischen Administrator Bischof em. Wilhelm Schraml

Bonn, (DBK PM) | 228 klicks

Papst Franziskus hat den Apostolischen Administrator des Bistums Passau, Bischof em. Wilhelm Schraml, von seinem Amt entpflichtet. Das gab das Bistum Passau bekannt. Am 1. Oktober 2012 hatte Papst Benedikt XVI. den Rücktritt von Bischof Schraml angenommen und ihn gleichzeitig zum Apostolischen Administrator des Bistums Passau ernannt.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, würdigte in einem Dankschreiben an Bischof em. Schraml dessen Einsatz für die Glaubensverkündigung. „Unermüdlich hat Bischof Schraml weit über die Altersgrenze hinaus den Glauben verkündet und vor allem junge Menschen ermutigt, ihren Weg mit Gott zu finden. Sein persönliches Zeugnis für die Kirche und seine klaren Worte in die Gesellschaft hinein, waren sein Markenzeichen“, so Erzbischof Zollitsch.

„Mehr als 25 Jahre hat Bischof Schraml die Arbeit der Deutschen Bischofskonferenz mit begleitet und geprägt. Wir sind ihm für seinen aufopferungsvollen Dienst dankbar“, schreibt Erzbischof Zollitsch. 1986 wurde Wilhelm Schraml von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof im Bistum Regensburg ernannt, am 13. Dezember 2001 erfolgte die Berufung zum Bischof von Passau. „Bischof Schraml hat sich in verschiedenen Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz engagiert. Seit Beginn seines bischöflichen Wirkens war er Mitglied in der Liturgiekommission. Die Feier einer würdigen Liturgie ist Bischof Schraml ein Herzensanliegen. Gerade in der Liturgie sieht er die Verwirklichung seines bischöflichen Wahlspruchs ‚Jesus Christus als den Herrn verkünden’. Viele Impulse in der Kommission verdanken wir ihm, insbesondere die liturgischen und pastoralen Erfahrungen einer so wichtigen Wallfahrtsstätte wie Altötting, die im Bistum Passau liegt.“ Bis zur Annahme des Rücktritts als Apostolischer Administrator war Bischof Wilhelm Schraml zugleich stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz. „Bischof Schraml hat die Arbeit der Kommission in besonderer Weise mitgeprägt. Ihm ging es darum, die Verteidigung der Werte von Ehe und Familie herauszustellen. Ich bin dankbar, dass sich der Passauer Bischof immer wieder in gesellschaftliche und politische Debatte aktiv mit eingebracht hat“, so Erzbischof Zollitsch.

Viele diözesane Veranstaltungen, so Erzbischof Zollitsch, hätten die Amtszeit von Bischof Schraml geprägt. Höhepunkt sei sicherlich der Besuch von Papst Benedikt XVI. im September 2006 in Altötting gewesen. „Orientierung am Evangelium, Hoffnung aus dem Glauben und im Dialog mit den Menschen sind die Wesenszüge von Bischof Wilhelm Schraml. Er selbst hat in seinem Hirtenbrief zur Fastenzeit 2013 geschrieben: ‚Wir Christen haben der Welt nicht irgendein Produkt anzubieten. Unser Geschenk an die Welt muss die Freude sein, die Freude, durch die wir auch nach außen hin bekunden, dass es schön ist und beglückend, Christ zu sein.’ Von dieser Freude aus dem Glauben heraus hat Bischof Schraml stets Zeugnis abgelegt. Wir sind dankbar für seinen Dienst. Den Gläubigen im Bistum und uns in der Bischofskonferenz wird Bischof Schraml fehlen“, schreibt Erzbischof Zollitsch.