Jesus durch die Musik erfahrbar machen

Interview mit Pater Raffaele Giacopuzzi, dem künstlerischen Leiter des "Good News Festival"

Rom, (ZENIT.org) | 404 klicks

Am Sonntag, dem 23. Juni 2013, wird sich in Rom das Finale des „Good News Festivals“ ereignen, einer vom Dienst der Jugendpastoral der Diözese Roms veranstalteten christlich inspirierten Liederschau. Die Preisverleihung wird abends im Auditorium Seraphicum in Gebiet Laurentina stattfinden und von Lorena Bianchetti und Gianpiero Perone moderiert werden. Das Motto der gegenwärtigen 5. Ausgabe lautet: „Mi fido di Te“ (Ich vertraue auf dich). Pater Raffaele Giacopuzzi, der künstlerische Leiter des Festivals, begründete diese Wahl im Gespräch mit ZENIT mit folgenden Worten: „Wir befinden uns im Jahr des Glaubens und wollten diesen Aspekt daher vertiefen. In manchen Liedern ist nicht unmittelbar von Gott die Rede, aber von Entscheidungen in Zusammenhang mit dem Glauben oder der Beziehung zu den Mitmenschen. Tatsächlich lässt der Satz ‚Ich vertraue auf dich‘ Spielraum für mehrere Entsprechungen im Rahmen des menschlichen Strebens.“

Ziel der Initiative ist die Animation junger Menschen zur Komposition christlich inspirierter Lieder, sodass „die Musik zum Übertragungsmedium Jesu wird und die jungen Menschen begreifen, dass es möglich ist, einander zu helfen, um immer schönere Musik hervorzubringen.“

Das Festival hat seit der ersten Ausgabe großen Zuspruch erfahren. Pater Raffaele gab dazu Folgendes bekannt: „Die wachsende Teilnehmerzahl im Laufe der Jahre ist ein Beleg dafür, dass in Italien momentan großes Interesse an christlich inspirierter Musik besteht. Am Anfang war es gleichsam eine Wette im Dunkeln. Bereits im ersten Jahr erhielten wir jedoch 30 Lieder. Für die Ausgabe des Jahres 2013 waren es 50, von denen es etwa 30 ins Halbfinale geschafft haben. Für das Finale am Sonntag sind zehn übrig geblieben. Dies offenbart den Wunsch einer Annäherung an diese Kunstform, um dem Glauben auf moderne Weise Ausdruck zu verleihen. Junge Menschen wünschen sich die Begegnung miteinander und mit anderen Musikern. Das Festival ist eine Reaktion auf die Notwendigkeit, über die eigene Pfarre und aus den kleinen Kreis der unmittelbaren Bezugspersonen hinauszugelangen, um sich als Teil der gemeinsamen Kirche zu begreifen.“

Anschließend betonte Pater Giacopuzzi die Schönheit des unter den Teilnehmern am Wettbewerb lebendigen Geistes: „Sie genießen es, zusammenzusein und die Lieder der anderen Kandidaten zu hören. Sie versuchen sich jedes Jahr zu verbessern und tun dies nicht nur, um zu gewinnen, sondern weil sie vom Wunsch getragen sind, in einer immer schöneren Weise von Jesus zu erzählen.“ Pater Raffaele ferner führt aus: „Wir stellen nicht nur eine Bühne zur Verfügung, sondern bieten außerhalb des Wettbewerbs in der bereits Monate zuvor – im September oder Oktober – beginnenden Vorbereitungsphase auch Bildungs-, Begegnungs- und der Reflexionsphasen unter den Künstlern.

Das Hauptaugenmerk der Jury wird sowohl auf der Gültigkeit des Liedes an sich als auch auf der Qualität der Darbietung vor dem Publikum liegen. Ferner wird eine Band professioneller Musiker jenen Sängern zur Verfügung stehen, die keine eigene Band haben. So müssen sie nicht mit aufgezeichneten Musikbasen Vorlieb nehmen und können ebenso von der Dimension der Leichtigkeit profitieren, die für eine gelungene Aufführung so entscheidend ist.