„Jesus hat keine Lieblingsnation“

Kurienerzbischof Vegliò zum Umgang mit Migranten

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ROM, 25. Mai 2009 (ZENIT.org).- Christus favorisiere keine Nation; die Bürger jedes Landes seien dazu berufen, das eine Volk Gottes zu bilden. Das betonte vor kurzem Erzbischof Antonio Maria Vegliò, den Papst Benedikt XVI. am 28. Februar 2009 zum Präsidenten des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs ernannt hatte. Zuvor war Vegliò Sekretär der Kongregation für die orientalischen Kirchen.

Der Erzbischof forderte die Gläubigen während einer Eucharistiefeier in Rom auf, die Botschaft Jesu in der Tiefe ihres Herzens aufzunehmen. „In der Kirche Gottes gibt es keine Fremden", zitierte er Papst Johannes Paul II., und fügte hinzu: „Es gibt Einen, der uns immer mit denselben Augen sieht: Christus der Herr."

Erzbischof Vegliò forderte alle auf, Migranten „mit neuen Augen, mit anderen Augen" zu sehen. Ebenso sollten auch Migranten ihr Umfeld mit neuen Augen betrachten und die vielen Gelegenheiten wahrnehmen, die ihnen geboten würden, „um die soziale und zivile Stufenleiter" hinaufzusteigen - „bis ihr fühlt, dass ihr Bürger unter Bürgern seit, und darüber hinaus Brüder unter Brüdern".