Jesus ist unser Fürsprecher

Predigt des Papstes in Santa Marta

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 468 klicks

Indem Jesus dem Vater den Preis für unsere Rettung, die Wunden, zeige, fahre er damit fort, für uns zu beten. Im Zentrum der Ausführungen des Papstes stand das heutige Evangelium (Lk 6,12-19). Es zeige die „drei Beziehungen“ Jesu: diejenige mit dem Vater, diejenige mit den Aposteln und diejenige mit den Menschen. Doch Jesus bete noch heute für uns.

„Er ist der Fürsprecher, der betet, der Gott gemeinsam mit uns bittet und an unserer Statt betet. Jesus hat uns gerettet, er hat diese große Gebet gebetet, sein Opfer, sein Leben, um uns zu retten, um uns zu rechtfertigen: Dank ihm sind wir gerechtfertigt. Jetzt ist er gegangen und betet. Aber ist Jesus ein Geist? Jesus ist kein Geist! Jesus ist eine Person, ein Mensch, aus Fleisch und Blut wie wir, aber in der Herrlichkeit. Jesus hat die Wunden in den Händen, in den Füßen, in der Seite, und wenn er betet, zeigt er dem Vater den Preis der Rechtfertigung, und er betet für uns, als sage er: ‚Vater, nicht dass du das übersiehst!‘“

Jesus sei ein Mensch wie wir; er sei unser Bruder und bete für uns.

„Zunächst hat er die Erlösung gebracht, er hat uns alle gerechtfertigt; aber jetzt, was macht er? Er greift ein, er betet für uns. Ich überlege, was er empfunden haben mag, als Petrus ihn verleugnet hat und Jesus ihn angeschaut hat und er geweint hat. Er hat gespürt, dass das, was Jesus gesagt hat, wahr war: Er hatte für ihn gebetet, und aus diesem Grund konnte er weinen, konnte er sich schämen. Oft sagen wir unter uns. ‚Bete für mich, ich brauch das, ich habe viele Probleme, viele: Bete für mich‘. Und das ist gut, nicht wahr? Denn wir Geschwister müssen einer für den anderen beten.

Papst Franziskus fuhr fort:

„Er betet für mich; er betet für uns alle und er betet mutig, denn er zeigt dem Vater den Preis für unsere Rettung: seine Wunden. Denken wir viel daran, und danken wir dem Herrn. Danken wir dafür, einen Bruder zu haben, der mit uns betet und für uns betet, er vermittelt für uns. Sprechen wir mit Jesus; sagen wir es ihm: ‚Herr, du bist unser Fürsprecher, du hast mich gerettet. Aber jetzt bete für mich.‘ Und vertrauen wir ihm unsere Probleme an, unser Leben, viele Dinge, ihm, denn er trägt es weiter zum Vater.“