Jesus nimmt unsere Armseligkeit auf sich, um das Böse zu besiegen

Papst läutet mit einer Katechese über den Aschermittwoch die Fastenzeit ein

Rom, (ZENIT.org) | 1404 klicks

Während der heutigen Generalaudienz in der Halle Pauls VI. richtete Papst Benedikt XVI. seine Aufmerksamkeit auf die Fastenzeit und die Botschaft des Leidens.

[Wir dokumentieren die offizielle deutsche Zusammenfassung der Ansprache:]

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Liebe Brüder und Schwestern!

Heute, am Aschermittwoch, beginnen wir die vierzigtägige Vorbereitungszeit auf Ostern, die Fastenzeit. Wenn wir gerade in dieser Katechese das vierzigtägige Fasten Jesu und seine Versuchungen in der Wüste betrachten, die Ort der Entsagung, der Einsamkeit und auch der Versuchung ist, sehen wir darin einen Zusammenhang mit unserem eigenen Leben. Jesus nimmt unsere Versuchungen, unsere Armseligkeit auf sich, um das Böse zu besiegen und den Weg auf Gott hin zu öffnen, einen Weg der Umkehr. Wie geht der Teufel bei der Versuchung vor? Zunächst redet er Jesus ein, er möge befehlen, dass aus Steinen Brot werde. Dann verspricht er Macht auf dieser Erde. Und schließlich schlägt er vor, der Herr solle sich von der Zinne des Tempels stürzen und dabei die Leute ins Staunen bringen. Was ist der Kern der drei Versuchungen? Der Kern ist, Gott für die eigenen Interessen, für den eigenen Erfolg zu instrumentalisieren, letztlich sich selbst an die Stelle Gottes zu setzen. „Umkehr“ bedeutet hier, die rechte Ordnung anzuerkennen, Gott den richtigen, das heißt den ersten Platz zu geben. Dann kehren wir uns zu Gott hin, zu unserem Schöpfer und der Quelle aller Liebe. Diese innere Bekehrung, in der wir wirklich Gott den Vorrang geben, verlangt unsere ganze Entschiedenheit, gerade in unserer Zeit, in der so vieles den Werten des Glaubens entgegensteht. Und erst in dieser Hinwendung zu Gott wird unser Leben recht und finden wir unseren Frieden.

[Die deutschsprachigen Pilger grüßte der Papst mit folgenden Worten:]

Von Herzen grüße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher. In der österlichen Bußzeit wollen wir den Weg der Erneuerung gehen und die Versuchung überwinden, uns selbst zum Zentrum zu machen. Lassen wir Gott Zeit, geben wir ihm unsere Zeit in täglichen Gebeten, um damit offen zu werden für ihn und für den Nächsten. Die selige Jungfrau Maria begleite uns auf diesem Weg. Danke für eure Aufmerksamkeit.

 [© 2013 – Libreria Editrice Vaticana]