Joachim Kardinal Meisner Sondergesandter bei 750-Jahrfeier des Doms in Xanten

Lateinischer Brief von Papst Franziskus

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 392 klicks

Papst Franziskus verfasste in lateinischer Sprache einen Brief an den Sondergesandten Joachim Kardinal Meisner anlässlich der 750-Jahr-Feier der Grundsteinlegung des Doms in Xanten. Am 17. August 2013 ernannte der Heilige Vater Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, zum Sondergesandten der Jubiläumsfeier, die am 13. Oktober dieses Jahres stattfinden wird.

Joachim Kardinal Meisner wird von Don Alfred Manthey, Pfarrer und Propst in Xanten, und Don Wolfgang Schmitz, Dekan in Rheinberg, begleitet werden.

Der im Original in lateinischer Sprache verfasste Brief hat folgenden Inhalt:

Die beiden edlen Brüder, Friedrich und Conrad von Hochstaden, hätten zugleich beschlossen, einen nach den Heiligen benannten Tempel zu errichten und im Jahr 1263 den Grundstein gelegt. Der Bau der Kirche Sankt Viktor habe viel Geld und Zeit in Anspruch genommen und könne als ein kostbares Dokument einer einzigartigen Kultur, des Glaubens und der Devotion dieser Region in Deutschland betrachtet werden. Schon im vierten Jahrhundert nach Christus seien dort heilige Märtyrer der Thebäischen Legion verehrt und verschiedene Gebäude errichtet worden, die aber wegen der Nähe der Tempel zerstört worden seien. Der Grundstein dieser Kirche, die über die Jahrhunderte hinweg erweitert worden sei, rufe uns einen anderen Grundstein in Erinnerung, nämlich den Grundstein des Petrus, über dem der Herr seine Kirche errichtet habe.

Als 750 Jahre seit diesem erinnerungswürdigen Ereignis verstrichen seien, habe im Jahr davor dank des verehrungswürdigen Bruders Felix Genn der Bischof von Münster Benedikt XVI. darum erbeten, dass zum Jubiläum der Grundsteinlegung der Basilika Sankt Viktor ein Kardinal gesandt werde. Für die Aufgabe sei der Erzbischof von Köln auserwählt und von Benedikt XVI. abgesegnet worden. Deshalb sei er (der Erzbischof von Köln, Anm.d.Red.) für das Jubiläum zum „Missus Extraordinarius Nostrum“ bestellt worden, den sie als hervorragenden Priester kennen würden und als Mitarbeiter sehr schätzten. Am 13. Oktober dieses Jahres werde er in der Basilika Sankt Viktor, in der sowohl alte als auch jüngere Märtyrer verehrt würden und wo auch die sterblichen Überreste des seligen Carol Leisner bestattet seien, des Presbyters der Diözese Münster, der heimlich im Konzentrationslager Dachau zum Priester geweiht worden sei, die Feierlichkeit begehen. Er werde den versammelten das Evangelium ins Gedächtnis rufen, das uns auffordere, uns zum Hause Christi zu begeben, zum lebendigen Stein; wir selbst würden als lebendige Steine dem Herrn als geistliches Haus errichtet. Deshalb werde er sie einladen, Zeugnis abzulegen vom katholischen Glauben, der Hoffnung und der Liebe, mit größter Treue den Aufträgen Gottes zu dienen und auch die alte christliche und religiöse Tradition zu ehren. Mit Gebeten begleiteten sie die schwere Mission ihres Mitbruders und vertrauten sich dem Schutz der heiligen Jungfrau Maria, der Mutter Gottes an.

Der Brief schließt mit dem apostolischen Segen. Er ist auf den 3. September 2013 datiert und mit Franziskus signiert.