Johannes der Täufer, Vorläufer Christi

Auch wir sollen dem Herrn den Weg bereiten

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VATIKANSTADT, 24. Juni 2012 (ZENIT.org). – „Gott ist gnädig“ bedeutet der Name von Johannes dem Täufer, der ein so bedeutender Heiliger ist, dass sein Geburtstag als einzigem nben Maria von der Kirche gefeiert wird, neben Maria als einzigem Heiligem. Bereits im Mutterleib war Johannes der Vorläufer Jesu. Er schließt den Alten Bund ab und weist auf Jesus als den Messias hin.

Zacharias, der der unverhofften Ankunft eines Sohnes zunächst keinen Glauben schenkte und daher verstummte, spricht folgendermaßen von der Sendung des Sohnes: „Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten. Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung der Sünden“ (Lk 1,76-77). All dies erfüllte sich 30 Jahre später, als Johannes im Jordan zu taufen begann und die Menschen zur Buße als Vorbereitung auf die unmittelbar bevorstehende Ankunft des Messias aufrief, die ihm während seines Aufenthaltes in der Wüste von Judäa von Gott vorhergesagt worden war. Deswegen wird er als der Täufer bezeichnet. Auch in dem erlittenen gewaltsamen Tod geht er Jesus im Kerker von Herodes voraus.

So erklärte Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache vor dem sonntäglichen Angelus-Gebet die Bedeutung und Figur von Johannes dem Täufer, dessen Geburtstag die Kirche heute feiert.

In seinen italienischen Grüßen dankte der Papst allen, die mit dem sogenannten „Peterspfennig“ karitative Werke des Papstes unterstützen. In Italien wird heute der „Tag der Barmherzigkeit“ begangen, eine Initiative des vatikanischen Spendenbüros gemeinsam mit der italienischen Bischofskonferenz.

In diesem Jahr gilt der Tag besonders den Opfern des Erdbebens in Norditalien, einer Region, die Papst Benedikt als Zeichen der Solidarität der ganzen Kirche übermorgen besuchen wird.

In den Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und Veneto werden laut Radio Vatikan derzeit noch 13.281 Personen vom Zivilschutz versorgt. Viele Menschen leben noch immer in Zeltstädten, jede dritte Kirche ist zerstört. [jb]