Johannes Gualbertus (um 995 - 12. Juli 1073)

Gründer des Vallombrosaner-Ordens

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 335 klicks

Johannes Gualbertus ist der Gründer des Vallombrosaner-Ordens. Johannes, der aus einer adeligen Familie stammte, wurde um 995 in Florenz oder, wie andere Stimmen meinen, in Villa di Poggio Petroio geboren. Mit 18 Jahren entschloss er sich, sein Leben in den Dienst Gottes zu stellen. Der Berufung war ein tragisches Ereignis vorausgegangen. Sein Bruder Ugo war ermordet worden, und Johannes sollte die Tat rächen. Doch als er den Täter gefunden hatte, fiel ihm dieser um Vergebung flehend zu Füßen. Johannes ließ von der Vergeltung ab und vergab dem Täter. Daraufhin soll sich die Figur des gekreuzigten Christus, während Johannes in einer Kirche betete, herabgeneigt haben. So fasste Johannes den Entschluss, Mönch zu werden.

Im Jahr 1013 trat Johannes in das Kloster der Benediktiner San Miniato al Monte in Florenz ein. Danach verbrachte er einige Jahre im Stammkloster des Kamaldulenserordens in Camàldoli. 1036 gründete Johannes ebenfalls eine Einsiedelei in Vallombrosa, die ein Jahr später zu einer Mönchsgemeinschaft wurde. Danach ging der Ausbau stetig weiter: 1038 erfolgte die Weihe der Klosterkirche und 1039 die Schenkung des Klostergeländes. 

Die Mönchsgemeinschaft lebte dort streng nach der benediktinischen Regel. Doch Johannes verfasste auch selbst Regeln, und es entstand der Orden der Vallombrosaner. Johannes, der zeitlebens die Simonie bekämpfte, starb am 12. Juli 1073 auf einer Visitationsreise. Er wurde an seinem Sterbeort in Passignano bestattet. Bereits 1193 wurde Johannes Gualbertus heiliggesprochen.Seit 1951 ist er Patron der Forstleute in Italien.