Johannes Paul II. werde im Oktober heilig gesprochen

Theologen erkennen zweites Wunder an, so italienische Zeitungen. Bisher keine offizielle Bestätigung von Seiten des Vatikan

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 555 klicks

Acht Jahre nach dem Tod von Johannes Paul II. hätten die Theologen der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse das kurz nach der Seligsprechung von Statten gegangene zweite Wunder von Johannes Paul II. anerkannt. Das Datum für die Heiligsprechung sei für den 20. Oktober festgelegt worden, zwischen dem 35. Jahrestag seit der Wahl des polnischen Pontifex am 16. Oktober und dem Beginn seiner Amtszeit am 22. Oktober.

Ende April hätten die beratenden Ärzte der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse die Heilung einer Frau als unerklärlich anerkannt und diese Johannes Paul II. zugesprochen. Die kanonischen Prozeduren sehen jedoch für eine mögliche Heiligsprechung ein zweites Wunder vor, das nach der Seligsprechung erfolgt sein muss.

Der zweite Fall sei von zwei Ärzten des medizinischen Beirats anerkannt worden. Die ärztlichen Unterlagen seien offiziell der Kongregation vorgelegt worden und anschließend von einer siebenköpfigen Ärztekommission unter ihrem Vorsitzenden, dem Kardiologen von Johannes Paul II. und Leibarzt von Benedikt XVI. sowie von Papst Papst Franziskus, Dr. Patrizio Polisca, beurteilt und befürwortet worden. Das zweite Wunder sei am Abend der Seligsprechung Johannes Paul II., am 1.Mai 2011, geschehen.

Sollte alles so von Statten gehen, wie es insbesondere der Erzbischof von Krakau Stanislaw Dziwisz und der Präsident des Päpstlichen Rats des Laientums wünschten, würde e sich um die schnellste Heiligsprechung aller Zeiten handeln, schneller noch als diejenige Pater Pios, der im Mai 1999 selig und im Juni 2002 heilig gesprochen wurde.

In diesem Zusammenhang habe Papst Franziskus den Fall für die Heiligsprechung von Monsignor Oscar Romeo freigegeben, den Bischof von San Salvador. Er wurde 1980 auf einem Alter von einem Heckenschützen hingerichtet und hatte sich gegen die Gewalt unter der Diktatur eingesetzt. Dies verkündete Vincenzo Paglia, Präsident der Kongregation für Familienangelegenheiten, anlässlich der Feierlichkeiten zum 20. Todestag Tonino Bellos, Bischof und Präsident von Pax Christi, dessen Heiligsprechung ebenfalls im Gespräch sei.