Jordanien: Gipfeltreffen zur Situation der Christen im Nahen Osten begonnen

Patriarchen, Delegierte der Patriarchate, Bischöfe und Priester aller christlichen Kirchen der Region nehmen teil

Rom, (ZENIT.org) | 323 klicks

Vor der Hintergrund der Krise in Syrien ist am 3. September in Amman das vom jordanischen Königshaus veranstaltete internationale Gipfeltreffen begonnen zur den Herausforderungen, mit denen sich arabische Christen im Nahen Osten konfrontiert sehen. Das Treffen, zu dem über 70 Delegierte, darunter Patriarchen, Bischöfe, Delegierte der Patriarchate, Priester, Ordensleute und Laien aus allen kirchlichen Gemeinschaften im Nahen Osten erwartet werden, wird sich mit den Zukunftsperspektiven der Christen im Nahen Osten im Kontext der zum Teil schwierigen Situationen in den einzelnen Ländern befassen, wo Konflikte, Entführungen, Attentate und Verstöße gegen die Religionsfreiheit oft dazu führen, dass insbesondere junge Christen ihre Heimat verlassen und in westliche Länder auswandern.

König Abdallah II. hatte auch während seines jüngsten Besuches bei Papst Franziskus am vergangenen 29. August das bevorstehende Gipfeltreffen erwähnt. Die Einigartigkeit der Initiative besteht genau darin, dass eine Monarchie, die von der Familie des Propheten Mohammed abstand und sich als Hüterin der heiligen Stätten des Islam versteht, ein solches Treffen veranstaltet. Schirmherr der Veranstaltung ist Prinz Ghazi ben Muhammad, der den König in Fragen der Kultur und der Religion berät. „Der Nahe Osten ist die Wiege des Christentums“, heißt es in der Präsentation der Veranstaltung, „doch die jüngsten Entwicklungen haben christliche Gemeinschaften in der Region mit großen Herausforderungen konfrontiert.“

Die Konferenzteilnehmer werden sich deshalb mit den verschiedenen Problemen befassen und nach Lösungen suchen, was zu „mehr Sicherheit für Christen im Nahen Osten“ beitragen soll, die „unauslöschbarer und wesentlicher Bestandteil des Mosaiks im Nahen Osten sind. Die Teilnehmer der Veranstaltung werden sich insbesondere mit der Situation in Ägypten, Syrien, dem Irak, Jordanien und Palästina auseinandersetzen. An dem Treffen werden auch der griechisch-orthodoxe Patriarch von Damaskus, Yohanna X. al-Yazigi, und die drei Patriarchen der verschiedenen christlichen Glaubensgemeinschaften in Jerusalem teilnehmen. Außerdem werden der Präsident des Päpstlichen Rates für interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis und der US-amerikanische Kardinal, Theodore Edgar McCarrick anwesend sein.

(Quelle: Fidesdienst, 03/09/2013)