José Maria de Yermo y Parres (1851-1904)

Priester und Gründer der Dienerinnen des Heiligen Herzens Jesu

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 237 klicks

José María de Yermo y Parres wurde am 10. November 1851 in Jalmolonga in Mexiko geboren. Er entstammte einer adeligen Familie und erhielt eine umfassende christlich ausgerichtete Ausbildung. Seine Mutter war kurz nach der Geburt gestorben. Im Alter von 16 Jahren trat er der Mission des heiligen Vincenzo de‘ Paoli bei. Der junge Mann fühlte sich berufen, sein Leben Gott zu weihen, und erhielt am 24. August 1879 schließlich die Priesterweihe.

José Maria de Yermo y Parres war ein hervorragender Prediger und Katechet für die Jugendlichen. Der Bischof übertrug ihm zwei Gemeinden an der Peripherie von Leon, „El Calvario“ und „Santo Niño“, was jedoch angesichts der Fähigkeiten von José Maria de Yermo y Parres einer Degradierung gleichkam. Doch der Heilige nahm auch diese Aufgabe gehorsam und bereitwillig an.

Eines Tages, als er auf dem Weg zur Gemeinde „El Calvario“ war, sah er am Straßenrand, wie Schweine zwei Neugeborene auffraßen, die von ihrer Mutter direkt nach der Geburt ausgesetzt worden waren. Das entsetzliche Ereignis sollte das Leben des Heiligen entscheidend verändern. Er gründete sofort ein Haus für die Armen und mit vier Volontären am 13. Dezember 1885 das „Asilo del Sagrado Corazón“; daraus entstand die Gemeinschaft der „Dienerinnen des Heiligen Herzens Jesu und der Armen“. Dem Orden gehören heute rund 700 Schwestern an, die sich vor allem um Erziehung in Schulen, Betreuung in Krankenhäusern und behinderter Kindern kümmern.

José Maria de Yermo y Parres starb am 20. September 1904. Am 6. Mai 1990 wurde er seliggesprochen, seine Heiligsprechung erfolgte am 21. Mai 2000 durch den heiligen Johannes Paul II.: „Man kann sagen, dass dies auch der Weg war, den José María de Yermo y Parres auf sich genommen hat, der seine priesterliche Hingabe dergestalt lebte, dass er sich mit all seinen Kräften Christus verschrieb. Außerdem zeichnete er sich vor allem durch seine Liebe zum Gebet und zur Betrachtung aus. Im Herzen Christi fand er den Leitfaden für seine Spiritualität, und in Anbetracht der unendlichen Liebe Christi zu den Menschen wollte er ihn nachahmen und machte die Nächstenliebe zu seiner Lebensregel.

Der neue Heilige gründete den Orden der Dienerinnen des Heiligen Herzens Jesu und der Armen. Es ist dies eine Bezeichnung, die seine beiden großen Vorlieben zusammenfasst, die in der Kirche den Geist und das Charisma des neuen Heiligen zum Ausdruck bringen.

Liebe Töchter des heiligen José María de Yermo y Parres, lebt das reiche Erbe eures Gründers mit Großzügigkeit, und beginnt stets bei der geschwisterlichen Gemeinschaft untereinander, die ihr dann in erbarmende Liebe für alle Brüder und Schwestern umsetzt und in Demut, Einfalt und mit Wirkkraft, vor allem aber in vollkommener Einheit mit Gott, weitergebt.“